16.04.2017

DFB-Pokal Frauen: Sport-Club verpasst DFB-Pokal-Finale - 1:2 Niederlage i.d. Verlängerung!

Bildergalerie des Halbfinales in der Freiburger Fußballschule online! SC Sand gewinnt das zweite Halbfinale mit 4:0 in Leverkusen!

Mit 1:2 nach Verlängerung triumphierte der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg und zog in das Finale des DFB-Pokals ein. Bild: Claus G. Stoll


Am Ostersonntag verliert der SC Freiburg das Pokal-Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2 (1:0, 1:1, 1:2) nach Verlängerung und verpasst den Einzug ins Finale. Nach 90 Minuten und Toren von Hasret Kayikci (20.) und Caroline Hansen (52.) hatte es 1:1 gestanden. In der Verlängerung sorgte Eva Pajor für den Wolfsburger Siegtreffer (96.).
Das Wetter zeigte sich am Ostersonntag wenig frühlingshaft in der Freiburger Fußballschule. Die rund 1300 Zuschauer ließen sich davon nicht beeinflussen, feuerten den Sport-Club lautstark an und wurden von diesem mit einer schwungvollen Anfangsphase belohnt.

Sport-Club verpasst DFB-Pokal-Finale - Pressemitteilung von Felix Scharte vom Freiburg, 16.04.2017

Hasret Kayikci erzielte die zwischenzeitliche 1:0-Führung für den SC Freiburg. Bild: Claus G. Stoll

Stenogramm

SC Freiburg

Benkarth – Lahr (80. Petermann), Schiewe, Schöne, Simon – Zehnder, Hegenauer - Gwinn, Magull, Starke (71. Wagner) - Kayikci

VfL Wolfsburg
Schult – Blässe (90. +1 Pajor), Fischer, Peter, Maritz (74. Wullaert) – Hansen, Gunnarsdottir, Dickenmann – Popp, Van Egmond (86. Bernauer) – Harder (120. Bussaglia)

Schiedsrichterin
Angelika Söder

Zuschauer
1225

Tor
1:0 Kayikci (20 Min..)
1:1 Hansen (52. Min.)
1:2 Pajor (96. Min.)

Gelb: Hegenauer / Hansen, Van Egmond, Wullaert

Zum Spiel

Caroline Hansen (VfL Wolfsburg, re.) war in der 52. Minute zum 1:1 erfolgreich. Links Anja Maike Hegenauer (SC Freiburg). Bild: Claus G. Stoll

Am Ostersonntag verliert der SC Freiburg das Pokal-Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2 (1:0, 1:1, 1:2) nach Verlängerung und verpasst den Einzug ins Finale. Nach 90 Minuten und Toren von Hasret Kayikci (20.) und Caroline Hansen (52.) hatte es 1:1 gestanden. In der Verlängerung sorgte Eva Pajor für den Wolfsburger Siegtreffer (96.).
Das Wetter zeigte sich am Ostersonntag wenig frühlingshaft in der Freiburger Fußballschule. Die rund 1300 Zuschauer ließen sich davon nicht beeinflussen, feuerten den Sport-Club lautstark an und wurden von diesem mit einer schwungvollen Anfangsphase belohnt. Im 4-2-3-1-System, in dem Anja Maike Hegenauer und Cinzia Zehnder für Janina Minge und ins Team rückten und die Doppelsechs bildeten, hatte die Elf von Trainer Jens Scheuer in der ersten Viertelstunde viel Ballbesitz und stellte die Gäste-Defensive immer wieder vor Probleme. In der neunten Minute konnte Emily van Egmond Lina Magull nur mit einem Foul stoppen und sah früh die gelbe Karte. Magull setzte den fälligen Freistoß knapp am Gäste-Tor vorbei (9.). Kurz darauf war es Nilla Fischer, die Magull von den Beinen holte. Diesmal nahm sich Hasret Kayikci der Sache an und scheiterte noch knapper als Magull zuvor (14.).
Vom Vfl Wolfsburg kam in der Anfangsphase in der Offensive fast nichts, was in erster Linie ein Verdienst der stabilen Freiburger Deckung und des aggressiven Pressings der Scheuer-Elf war. Die Gäste zogen sich folglich weit zurück und überließen dem Sport-Club den Ball. Nach 20 Minuten konnte der VfL einen Freiburger Angriff erneut nur durch ein Foulspiel stoppen. Nahe der linken Seitenauslinie nahm sich Kayikci den Ball und versenkte ihn zur Führung für den Sport-Club im langen Eck (20.). Auch in der Folge stellten die Breisgauerinnen den VfL durch aggressive Zweikämpfe immer wieder vor Probleme und hielten den Ball so vom eigenen Tor fern. In der Offensive versuchte es Jobina Lahr nach einer halben Stunde mit einem Distanzschuss, der am Tor vorbeiflog. Dann trauten sich auch die Gäste mal nach vorne und hatten durch Lara Dickenmanns Fernschuss und Pernille Haders Kopfball ihre ersten Torannäherungen. Beides stellte Laura Benkarth im SC-Tor vor keine Probleme (34.). Wolfsburg versuchte jetzt, über vermehrten Ballbesitz ins Spiel zu finden, der Sport-Club zog sich etwas weiter zurück. Beinahe hätte sich dies nach 40 Minuten gerächt, als Pernille Harder im Strafraum frei zum Kopfball kam und das Freiburger Tor nur knapp verfehlte (40.). Mehr passierte bis zur Pause nicht mehr und der Sport-Club nahm eine aufgrund der Spielanteile nicht unverdiente Führung mit in die Halbzeit.


Jubel bei den Gästen nach dem 1:1 durch Caroline Hansen in der 52. Minute. Das folgende 1:2 durch Ewa Pajor in der 96. Minute sollte der Siegtreffer für den VfL sein. Bild: Claus G. Stoll


Beide Mannschaften kamen ohne Wechsel aus den Kabinen. Der erste Abschluss der zweiten 45 Minuten ging auf das Konto der Wölfinnen, die deutlich druckvoller aus der Kabine kamen. Lara Dickenmanns Schuss landete kurz nach dem Seitenwechsel auf dem Tordach (47.). Besser machte es kurz darauf Caroline Hansen, die aus 15 Metern abzog und Laura Benkarth keine Chance ließ – 1:1 (52.). Während der VfL nun immer offensiver agierte, brauchte der Sport-Club einen Moment, um wieder ins Spiel zu finden, welches in der Folge überwiegend im Mittelfeld stattfand, wobei weiterhin der VfL Vorteile hatte und vor allem durch Caroline Hansen gefährlich blieb. Die norwegische Nationalspielerin verpasste nach 66 Minuten einen Doppelpack nur knapp, als sie, im Strafraum stark freigespielt, am langen Pfosten vorbeischoss.
Außer Wechseln auf beiden Seiten - SC-Trainer Jens Scheuer brachte Selina Wagner und Lena Petermann für Jobina Lahr und Sandra Starke, der VfL Tessa Wullaert für Noelle Maritz - passierte dann nicht viel. Dies änderte sich acht Minuten vor dem Ende, als die eingewechselte Wullaert aus vier Metern an der überragend reagierenden Laura Benkarth scheiterte (82.). Die Partie wurde nun zunehmend hektischer, was auch an einigen unverständlichen Entscheidungen der Unparteiischen Angelika Söder lag. In der letzten Minute der regulären Spielzeit tauchte dann plötzlich Alexandra Popp frei im Strafraum auf, traf das Leder aber nicht richtig (89.). In der Nachspielzeit brachte ein Doppelpass zwischen Lina Magull und Selina Wagner die eingewechselte ehemalige Wolfsburgerin in eine gute Schussposition. Die 26-jährige scheiterte aber an Almuth Schult im VfL-Tor. Unmittelbar darauf pfiff Söder ab, es ging in die Verlängerung.

Die Verlängerung:

Nilla Fischer (VfL Wolfsburg) zeigte eine starke Partie und unterband zahlreiche Angriffe der Freiburgerinnen. Bild: Claus G. Stoll

Diese begann erneut mit einer gefährlichen Aktion der auffälligsten Wolfsburgerin. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte machte Caroline Hansen sich auf den Weg, ihren Schuss von der Strafraumgrenze lenkte Laura Benkarth zur Ecke (91.). Fünf Minuten später durfte Hasen auf der linken Seite unbedrängt bis in den Strafraum laufen. Dort legte die Norwegerin den Ball zurück zur eingewechselten Eva Pajor, die aus acht Metern abzog. Benkarth brachte zwar ihre Finger noch an den Ball, konnte das Gegentor aber nicht verhindern – 1:2 (96.).
Der Sport-Club antwortete mit einem Angriff über die rechte Seite. Hasret Kayikci brachte den Ball hoch auf den langen Pfosten, wo Selina Wagner nur knapp verpasste (97.). Drei Minuten später war es erneut Wagner, die mit ihrem Schuss an Schult scheiterte (100.). Mit Sarah Puntigam für Anja Maike Hegenauer zog Jens Scheuer dann seinen letzten Joker.

Die Scheuer-Elf gab sich nicht geschlagen und warf in der zweiten Hälfte der Verlängerung noch einmal alles nach vorne. Nach einem Kopfball von Clara Schöne war Almuth Schult aber vor einer Angreiferin am Ball. Kurz darauf hielt Schult den Schuss von Lina Magull sicher (106.). Carolin Simons Flanke verpasste Freund und Feind (109.). Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld brachte Wolfsburg den Ball nicht aus dem Strafraum, Hasret Kayikci scheiterte aus kurzer Distanz an Schult. Ein Treffer hätte aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung der Nationalspielerin aber ohnehin nicht gezählt (113.). Dramatisch wurde es eine Minute später. Nach einer starken Kombination nahm Lena Petermann den Ball im Strafraum perfekt mit und ihre Gegenspielerin damit aus dem Spiel. Ihr platzierter Abschluss knallte zum Entsetzen der Freiburger Bank und der Zuschauer an den linken Torpfosten (114.). Auf der Gegenseite ließ der VfL einige gute Kontergelegenheiten liegen. Nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze entschied Schiedsrichterin Söder trotz aller Freiburger Proteste auf Stürmerfoul des Sport-Clubs, der sich immer noch nicht mit dem Ausscheiden abfinden wollte. Aber auch der abschließende Freistoß, bei dem selbst Laura Benkarth mit nach vorne geeilt war, brachte nichts mehr ein.
So blieb es am Ende bei der knappen 1:2-Niederlage. Für den Sport-Club geht es in der Allianz-Frauen-Bundesliga am kommenden Sonntag, 23. April (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Turbine Potsdam weiter.


Stimmen zum Spiel:

Sara Björk Gunnarsdottir (VfL Wolfsburg, li.): Die isländische Nationalspielerin war eine der auffälligsten Akteurinnen der Gäste. Bild: Claus G. Stoll

Diese begann erneut mit einer gefährlichen Aktion der auffälligsten Wolfsburgerin. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte machte Caroline Hansen sich auf den Weg, ihren Schuss von der Strafraumgrenze lenkte Laura Benkarth zur Ecke (91.). Fünf Minuten später durfte Hasen auf der linken Seite unbedrängt bis in den Strafraum laufen. Dort legte die Norwegerin den Ball zurück zur eingewechselten Eva Pajor, die aus acht Metern abzog. Benkarth brachte zwar ihre Finger noch an den Ball, konnte das Gegentor aber nicht verhindern – 1:2 (96.).
Der Sport-Club antwortete mit einem Angriff über die rechte Seite. Hasret Kayikci brachte den Ball hoch auf den langen Pfosten, wo Selina Wagner nur knapp verpasste (97.). Drei Minuten später war es erneut Wagner, die mit ihrem Schuss an Schult scheiterte (100.). Mit Sarah Puntigam für Anja Maike Hegenauer zog Jens Scheuer dann seinen letzten Joker.

Bayer Leverkusen - SC Sand 0:4 (0:3)

Nina Burger mit einem Dreierpack! Bild: Verein

Das zweite Halbfinale konnte der SC Sand auswärts mit 4:0 gewinnen.

Tore 
0:1 Nina Burger (10. Min.) 

0:2 Nina Burger (16. Min.)
0:3 J. Damjanovic (36. Min.) 
0:4 Nina Burger (62. Min.)

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