15.04.2018

VL Südbaden: SV Stadelhofen - Kehler FV 0:4 (0:4)

Total verunsicherter SVS kapituliert früh im Derby

Lesen Sie den Bericht von Joachim Kirn vom SV Stadelhofen

Total verunsicherter SVS kapituliert früh im Derby

Fussball-Verbandsliga: Schwaches Auftreten beim 0:4 gegen Kehler FV

Obk.-Stadelhofen (jk )

Das Derby am Samstagnachmittag vor 400 Zuschauern im Mührigwald-Sportpark gegen den Tabellennachbarn Kehler FV geriet für Verbandsligist SV Stadelhofen zum Desaster. Ein desaströses Abwehrverhalten und wiederum großes Verletzungspech bei den Gastgebern entschieden die einseitige Partie bereits nach 41 Minuten zugunsten der Gäste, als Benjamin Göhringer einen Freistoss zum 4:0 in die Maschen hämmerte.

Es bleibt dabei: Der SV Stadelhofen bekommt in dieser Saison gerade in den Derbys kein Bein auf den Boden. Nach der Winterpause ein 0:5 gegen des SV Linx, letzte Woche eine 0:4 Niederlage beim SC Lahr, und am Samstag wiederum eine Packung zuhause gegen den Kehler FV. Eine indiskutable Leistung in der Defensive, und zu wenig Qualität nach vorne ließen den Gegner bei bestem Fussballwetter im Mührigwald-Sportpark kaum ins Schwitzen kommen. Man muss allerdings dem SVS bescheinigen, dass er, auch am Samstag, wie schon so oft in den vergangenen Wochen, vom Verletzungspech stark gebeutelt wurde. Die Partie dauerte gerade mal 20 Sekunden, als die Renchtäler beim Anstoss einen langen Ball auf Rechtsaußen Daniel Kirn schlugen und sich dieser beim ersten Zweikampf so stark an der Schulter verletzte, dass er später zur Untersuchung ins Krankenhaus mußte. Seinen Platz nahm der junge Fabian Seeber ein. Doch es kam noch schlimmer. Nach knapp einer halben Stunde verletzte sich auch noch Innenverteidiger Markus Kopf beim einem Luftkampf mit einem Kehler Stürmer. Auch für ihn war die Partie nach einer blutenden Platzwunde beendet. Diese beiden Verletzungen brachten den Gastgeber restlos aus dem Konzept. Die Abwehr wirkte komplett verunsichert und unkonzentriert. Der Kehler FV eröffnete den Torreigen bereits in der 11. Minute auf Kosten eines Missverständnisses zwischen SVS-Keeper Sven Lissek und Abwehrspieler Patrick Ringwald. Da sich beide nicht einig werden konnten, profitierte Elyes Bounatouf von diesem Fauxpas als Dritter, und durfte den Ball aus kurzer Entfernung ins leere Tor schieben. Drei Minuten später kamen die Kehler zur nächsten Gelegenheit, als wiederum nach einem Abspielfehler des SVS Bounatouf an den Ball kam, doch Lissek brachte noch in allerletzter Sekunde die Hand an den Ball und klärte zur Ecke. Kehl war eindeutig spielbestimmend, der SVS versuchte Ordnung in der Defensive zu finden, konnte aber nach vorne keine Akzente setzen. Die verletzungsbedingten Ausfälle und das Fehlen des gelb-rot gesperrten Valon Salihu konnten die Renchtäler einfach nicht kompensieren. Trotz allem gelang es nicht den Kehler FV vom eigenen Strafraum fern zu halten. Aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position hatte Lukas Raabe nach 32 Minuten nach Pass von Bounatouf ebenfalls keine Mühe auf 2:0 zu erhöhen. Wiederum hatte Stadelhofen wenig später in der 35. Minute den nächsten Aussetzer, als Ringwald dem Gegner den Ball in die Füße spielte, dieses Mal vollendete Arber Paqarizi zum 3:0. Die ehe nur zögerliche Gegenwehr die der SVS an diesem Tag zeigte, war nun vollends gebrochen. Demoralisiert und überfordert ergaben sich die Renchtäler dem Schicksal. Nach Foulspiel von Issiaka Savane hatte Benjamin Göhringer aus 18 Metern Entfernung wenig Mühe seinen Freistoss zur verdienten 4:0 Führung im Stadelhofener Gehäuse unterzubringen.

Da der Derbycharakter mit Ende der ersten Halbzeit dadurch nur noch wenig Stellenwert besaß und die Spannung komplett raus war, verflachte die Partie in den zweiten 45 Minuten zusehends. Der für Salihu in die zentrale Spitze beorderte Springmann verfehlte in der 47. Minute mit seinem Schuss aus 20 Metern nur knapp das Ziel. Damit hatte der SVS aber auch schon sein ganzes Pulver verschossen. Zu stark geschwächt in der Offensive konnte der Gastgeber nur noch reagieren und versuchen den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten. Das Team des Kehler FV steckte ebenfalls zurück, kam zwar noch zu vereinzelten Chancen die jedoch nicht konsequent verwertet wurden. SVS-Trainer Daniel Bistricky haderte nach Spielende ebenfalls mit dem passiven Abwehrverhalten seiner Mannschaft, die beiden Verletzungen hätten seinem Team aber heute sehr früh alle Möglichkeiten genommen um das Spiel offener gestalten zu können.



Das Steno zum Spiel:

SV Stadelhofen : Lissek – Dörflinger - Felka – Caspar (70. Waltersbacher) – Kirn (4. Seeber) – Frammelsberger (66. Lamm) – Springmann – Savane -Schindler – Ringwald – Kopf (28. Knosp)


Kehler FV : Künstle – Göhringer – Sax – Assenmacher – Bouziane (81. Stefan) - Laifer – Bounatouf (76. Zdraveski) – Raabe (86. Lukic) – Paqarizi - Aras – Weingart (64. Hartfiel)


Tore : 0:1 Bounatouf (11.) - 0:2 Raabe (32.) - 0:3 Paqarizi (35.) - 0:4 Göhringer (41.)


Schiedsrichter: Stefan Ebe ( Friedrichshafen )


Zuschauer: 400

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