10.05.2018

1. Frauen-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SC Freiburg 2:0 (2:0) -

Sonntag, 11.00 Uhr: 1. FFC Frankfurt - SC Freiburg

Hasret Kayici kam erst in den letzten 20 Minuten zum Einsatz. Bild:Claus G. Stoll

Lesen Sie den Spielbericht von Felix Scharte, dem Pressesprecher für Frauen- und Jugendfußball!

Sport-Club verliert beim VfL Wolfsburg


Der SC Freiburg hat das Nachholspiel des 18. Spieltages in der Allianz-Frauen-Bundesliga beim VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:2) verloren. Trotz einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, konnte die Elf von Jens Scheuer den Rückstand durch Pernille Harder (5.) und Ewa Pajor (33.) nicht mehr ausgleichen.
Im zweiten Spiel der Englischen Woche baute Jens Scheuer seine Startelf auf zwei Positionen um. Für Hasret Kayikci und Jobina Lahr standen Anja Maike Hegenauer und Janina Minge von Beginn an auf dem Rasen des AOK-Stadions. Während Minge die Position von Lahr übernahm, rutschte Hegenauer an die Seite von Kim Fellhauer auf die Doppelsechs. Davor agierte der Sport-Club offensiv ohne echte Spitze, Bühl, Gwinn, Magull und Simic agierten in etwa auf einer Linie.
Früher Rückstand
„Nur mit 100 Prozent wird es möglich sein, etwas mitzunehmen“, hatte Jens Scheuer vor dem Spiel als Marschroute für das schwere Auswärtsspiel beim VfL ausgegeben, der die letzten sieben Bundesligaspiele alle gewonnen hatte. Vor 1508 Zuschauern fand der Sport-Club in den ersten 45 dann aber nur selten zu seinem Spiel. Die Gastgeberinnen starteten dagegen aggressiv und sehr offensiv in die Begegnung. Nach fünf Minuten und einem sehenswerten Spielzug fand Caudia Neto am langen Pfosten Pernille Harder. Die dänische Nationalspielerin ließ Majka Korenciova mit ihrem harten Abschluss ins kurze keine Chance und traf zum 0:1 aus Sicht des Sport-Club. Für Harder war es bereits der 17. Saisontreffer. Der VfL versuchte danach, den Schwung des frühen Führungstreffers mitzunehmen und tauchte mehrfach gefährlich vor dem Tor von Korenciova auf. Die agierte jedoch aufmerksam und war mehrfach im letzten Moment vor der Wolfsburgerin am Ball (6., 8., 12.).
Sport-Club findet besser ins Spiel – Wolfsburg erhöht
Nach 17 Minuten traute sich dann auch der Sport-Club erstmals nach vorne und sorgte direkt für Gefahr. Anja Maike Hegenauer fand mit ihrem präzisen Pass durch die Wolfsburger Verteidigung Giulia Gwinn, die im Zweikampf mit Nilla Fischer aber nicht genügend Druck hinter den Ball bekam. Neun Minuten später köpfte Clara Schöne nach einer Ecke in die Arme von Almuth Schult.
Der Sport-Club war nun besser im Spiel, musste zehn Minuten vor dem Ende aber den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach einem Fehlpass war die SC-Defensive unsortiert, was Caroline Hansen und Ewa Pajor zu nutzen wussten. Nach einer präzisen Vorlage der Norwegerin traf die Polin Pajor zum 0:2 (33.). Der VfL hatte nun wieder deutlich Oberwasser und spielte weiter nach vorne. Fünf Minuten vor der Pause bewahre Korenciova ihr Team gegen Harder vor dem 0:3 (40.).
Zwei Wechsel zur Pause – Bühl lässt Anschlusstreffer liegen
Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchte Scheuer dem Spiel seiner Elf mit Jobina Lahr und Lena Petermann neue Impulse zu verleihen, Kim Fellhauer und Janina Minge blieben in der Kabine. Und der Sport-Club kam deutlich besser aus der Kabine als zu Spielbeginn. Nach einem starken Pass von Giulia Gwinn lief Klara Bühl alleine auf Schult zu, setzte ihren Abschluss aber etwas zu ungenau an und am langen Pfosten vorbei (46.). Auf der Gegenseite brachte sich der Sport-Club dann einmal mehr selbst in Bedrängnis. Nach einem Fehlpass zog Hansen aus 18 Metern ab, Korenciova parierte sehenswert zur Ecke (49.).
Das Spiel war nun deutich ausgeglichener als im ersten Durchgang, was auch an der klaren Leistungssteigerung des Sport-Club lag. Dieser erspielte sich nach 54 Minuten die nächste Gelegenheit, als Klara Bühl die eingewechselte Lena Petermann in den Strafraum schickte. Der Querpass der Nationalspielerin wurde im letzten Moment zur Ecke geklärt (53.). Der Sport-Club war nun voll im Spiel, es fehlte lediglich der Anschlusstreffer. Dieser wollte auch nach 58 Minuten nicht gelingen. Erneut war es Bühl, die frei auf Schult zulief und an der VfL-Torhüterin scheiterte. Drei Minuten später hieß es wieder Bühl gegen Schult. Nach einer Gwinn-Vorlage von der rechten Seite, brachte Bühl den Ball einmal mehr nicht an der Nationaltorhüterin vorbei (61.).

Klare Leistungssteigerung im zweiten Durchgang bleibt unbelohnt

Am Sonntag zum Abschluss der englischen Woche beim 1. FFC Frankfurt. Bild: Claus G. Stoll


Der Sport-Club trat im zweiten Durchgang viel aggressiver auf als in den ersten 45 Minuten und riss das Spiel immer mehr an sich. Mit Hasret Kayikci für Julia Simic zog Scheuer 20 Minuten vor dem Ende seinen letzten Joker. Zwei Minuten nach ihrer Einwechslung bediente die Nationalspielerin Lina Magull, deren Hereingabe Schult klären konnte. Der Anschlusstreffer war längst überfällig, fiel aber auch bei der nächsten Chance nicht. Erneut flankte Gwinn nach innen, wo Kayikci aufs Tor köpfte und Schult kurz vor der Linie klärte. Beim Versuch, den Abpraller mit dem Kopf im Tor unterzubringen, wurde Lina Magull von Nilla Fischer klar im Gesicht getroffen. Der VfL hätte sich in dieser Szene nicht über einen Elfmeterpfiff beschweren dürfen, die Pfeife von Kunkel blieb jedoch stumm (74.). Kurz darauf hatte Fischer erneut Glück, als Kunkel bei einem Zweikampf mit Kayikci auf Stürmerfoul statt Notbremse entschied. Auch in der letzten Viertelstunde spielte nur der Sport-Club, schaffte es aber nicht, den Ball im VfL-Tor unterzubringen und musste sich am Ende aufgrund einer schwächeren ersten Halbzeit und fehlender Effizienz im zweiten Durchgang geschlagen geben.


Am Sonntag, 13. Mai (11.00 Uhr) ist der Sport-Club zum Abschluss der Englischen Woche beim 1. FFC Frankfurt zu Gast.


Stenogramm:

VfL Wolfsburg

Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Maritz – Gunnarsdottir (46. Jakabfi) – Hansen (82. Dickenmann), Harder, Neto, Wullaert (73. Kerschowski) – Pajor
Trainer: Stefan Lerch

Korenciova – Minge (46. Lahr), Schöne, Puntigam, Simon – Fellhauer (46. Petermann), Hegenauer - Gwinn, Bühl – Simic (69. Kayikci), Magull
Trainer: Jens Scheuer

Schiedsrichterin
Susann Kunkel

Zuschauer
1.509

Tore
1:0 Harder (5.)
2:0 Pajor (33.)

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