1. Frauen-Bundesliga: SC Freiburg verliert in letzter Sekunde beim MSV Duisburg mit 1:2!

MSV Duisburg - SC Freiburg 2:1 (1:1)

18. Februar 2018, 17:45 Uhr

Janina Minge traf für den SC Freiburg kurz vor der Pause zum 1:1. Bild (Archiv): Claus G. Stoll

Hinweis 
Am kommenden Samstag, 23. Februar 2018, 13:30 Uhr (live bei Sport1) empfängt der Sport-Club den FC Bayern München zum Heimspiel im Möslestadion.

Lesen Sie den Pressebericht von Felix Scharte, dem Pressesprecher Frauen- und Mädchenfußball des SC Freiburg.

Sport-Club verliert in Duisburg

Das Spitzenspiel des kommenden Spieltages am Samstag, 23. Februar 2018, 13:30 Uhr: SC Freiburg - FC Bayern München. Bild: Claus G. Stoll

Der SC Freiburg hat am 12. Spieltag beim MSV Duisburg 1:2 (1:1) verloren. Die Duisburger Führung durch Lucie Harsanyova (3.) glich Janina Minge vor der Pause aus (41.). In der 90. Minute traf Danica Wu zum Duisburger Sieg.
„Wir dürfen nicht nervös werden, auch wenn es lange 0:0 stehen sollte.“ SC-Co-Trainer André Olveira hatte vor dem Spiel vor der stabilen Duisburger Defensive gewarnt und von seiner Mannschaft einen konzentrierten Auftritt eingefordert. In der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena stand es dann tatsächlich nur drei Minuten 0:0, es war jedoch nicht der Sport-Club, der für den ersten Treffer sorgte, sondern die Gastgeberinnen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld brachte Lucia Harsanyova den Ball mit etwas Glück an Laura Benkarth vorbei im Freiburger Tor unter (3.).


Der Sport-Club, der im Vergleich zum Pokalspiel in Hoffenheim mit Lena Petermann und Sandra Starke für Rebecca Knaak und Julia Simic ins Spiel gegangen war, sah sich danach dem erwarteten Duisburger Abwehrriegel gegenüber. Die Gastgeberinnen standen tief in der eigenen Hälfte, waren bei Kontern aber immer wieder gefährlich, was die Aufgabe für den Sport-Club noch einmal erschwerte. Dieser versuchte die MSV-Abwehr durch schnelle Bälle auf die Außen zu überspielen und kam so nach etwa 25 Minuten zur ersten gefährlichen Aktion. Jobina Lahr flankte von links an den langen Pfosten, wo Lena Nuding den Schuss von Giulia Gwinn gerade noch an den Pfosten lenken konnte. Sarah Puntigam versuchte es kurze Zeit später aus gut 25 Metern, setzte ihren Schuss aber über das Tor.
Minge volley zum Ausgleich.

Der MSV versuchte den Freiburger Spielfluss immer wieder durch kleine Nickligkeiten und eine Vielzahl taktischer Fouls zu hemmen, was von Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer zum Missfallen der Freiburger Bank meist geduldet wurde. Dennoch kam der Sport-Club gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel und vemehrt zu Abschlüssen. Anja Maike Hegenauer zielte von der Strafraumgrenze aber zu ungenau (37.). Das nächste Duisburger Foul wurde dann bestraft. Der fällige Freistoß segelte nach innen und landete schließlich nach einigen Stationen vor den Füßen von Janina Minge, die humorlos auf 1:1 stellte (41.), was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

In den zweiten Durchgang startete der Sport-Club wesentlich schwungvoller als zu Spielbeginn und kam schnell zu ersten Chancen. Sowohl Jobina Lahr (47.) als auch Lina Magull (50.) verpassten den zweiten Freiburger Treffer aus etwa 16 Metern knapp. Nach etwa einer Stunde versuchte es dann Hasret Kayikci, Lena Nudig im MSV-Tor hielt den Schuss der Nationalspielerin sicher.

Kein Durchkommen gegen passive Gäste

Während von den Gastgeberinnen weiterhin nichts zu sehen war, versuchte Jens Scheuer dem Spiel seiner Elf mit Julia Simic und Rebecca Knaak für Lena Petermann und Sandra Starke neue Impulse zu verleihen. Und Knaak war bei der nächsten gefährlichen Aktion direkt mittendrin. Aus der Mitte bediente sie Giulia Gwinn auf dem Flügel, die Hereingabe der 18-jährigen wurde aber zur Ecke geblockt. Nach einer weiteren Ecke versuchte Kim Fellhauer es aus dem Rückraum direkt, der Ball landete erneut knapp nebem dem Pfosten (74.). Zwei Minuten später feuerte Knaak aus 16 Metern aufs Tor, erneut etwas zu ungenau. Der Sport-Club drängte jetzt auf den Führungstreffer, Duisburg setzte Härte und Kampf dagegen. Zehn Minuten vor dem Ende versuchte es Julia Simic, Nuding hielt sicher.

Die Gäste rannten auch in den letzten zehn Minuten unermüdlich an, schafften es aber nicht, den Ball ein zweites Mal im Duisburger Tor unterzubringen. Der Schock dann in der 90. Minute. Bei der ersten Duisburger Aktion in der zweiten Hälfte tauchte plötzlich Danica Wu frei vor Laura Benkarth auf und brachte den Ball zum 2:1 im Tor unter. Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit wollte dem Sport-Club kein Tor mehr gelingen, die zweite Saisonniederlage war besiegelt.



Stenogramm

Die 25jährige Kanadierin Danica Wu (re.) markierte in der 90. Minute das Siegtor für den MSV Duisburg. Bild (Archiv): Claus G. Stoll

MSV Duisburg

Nuding – Himmighofen (80. Ciesielska), Harsanyova, Kirchberger, Radtke – Bakker (89. Wu), Martini, Dieckmann, Zielinski – Anomna (72. Richter), Rijsdijk
Trainer: Robert Augustin

SC Freiburg
Benkarth – Minge (85. Schiewe), Fellhauer, Puntigam – Gwinn, Hegenauer, Magull, Lahr – Kayikci, Petermann (69. Knaak), Starke (67. Simic)
Trainer: Jens Scheuer

Schiedsrichterin 
Franziska Wildfeuer

Zuschauer
304

Tore
1:0 Harsanyova (3.)
1:1 Minge (41.)
2:1 Wu (90.)

Gelb: Anomna, Dieckmann, Harsanyova, Martini / Fellhauer, Puntigam

Stimmen zum Spiel:

André Olveira, Co-Trainer SC Freiburg. Bild (Archiv): Claus G. Stoll

André Olveira (Co-Trainer SC Freiburg): „Glückwunsch an Duisburg zum Sieg! Wir müssen uns heute an die eigene Nase fassen, weil wir es nicht geschafft haben, unsere großen Ballbesitzphasen in gefährliche Strafraumszenen umzumünzen. Die frühe Führung hat Duisburg natürlich in die Karten gespielt, sie konnten so tief stehen und uns kommen lassen. Wir haben zwanzig Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen, haben uns aber insgesamt über 90 Minuten schwer getan und waren zu einfallslos. Das zweite Tor am Ende ist dann der negative Höhepunkt und passiert so wohl auch nur einmal in zehn Jahren.“

Robert Augustin (Trainer MSV Duisburg): „Wir haben gefährliche Konter gespielt und insgesamt eine gute Leistung gezeigt. Es fühlt sich gerade richtig gut an und wir werden es heute genießen. Morgen beginnt dann aber die Arbeit für das nächste schwere Spiel in Potsdam.“

Autor: Thomas Rieger

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