07.08.2018

Bundesliga Herren: Das hat sich bei der TSG Hoffenheim geändert

Ein Beitrag von Björn Zimmermann

Die TSG steht vor einem ereignisreichen Jahr!

Die vergangene Bundesligasaison endete für die TSG im Freudentaumel. Mit einem 3:1-Sieg gegen Borussia Dortmund konnte man am letzten Spieltag noch den direkten Konkurrenten überholen und den dritten Platz in der Meisterschaft sichern. Nachdem man also die direkte Qualifikation zur Teilnahme an der Champions League erreicht hat, galt es, sich auf die neue Saison vorzubereiten. Was hat sich zur neuen Saison bei den Sinsheimern getan? Müssen noch Feinjustierungen am Kader vorgenommen werden? Wir werfen ein Blick auf die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann.

Die erste Champions League Saison steht ins Haus - IMAGE SOURCE: Instagram.com

Schon in der Saison 2016/17 konnte die TSG aus Hoffenheim mit einem erfrischenden Spielstil am Ende der Spielzeit den vierten Rang belegen. In seiner ersten vollen Saison als Cheftrainer avancierte Julian Nagelsmann direkt zum Shooting Star der Trainergilde. Zwar scheiterte man in der Qualifikation für die Gruppenphase der CL an dem späteren Finalisten FC Liverpool, doch mit einjähriger Verspätung darf die TSG zur Saison 2018/19 also in der Königsklasse antreten. Wie die Chancen auf ein Weiterkommen über die Gruppenphase hinaus stehen, wird sich zeigen, wenn am 30. August in Monaco Gruppenphase ausgelost wird.












Ein Knaller zum Auftakt

Der Auftakt zur neuen Bundesliga Saison hat es in sich für die TSG Hoffenheim. Direkt am ersten Spieltag muss das Team von Trainer Nagelsmann nach München reisen und gegen den deutschen Rekordmeister die Saison eröffnen. Die aktuellen Quoten mit Stand vom 1. August des Wettanbieters Betway positionieren die Hoffenheimer mit 8,50 als klaren Underdog. Bedenkt man, dass sich die Bayern mit ihrem neuen Trainer erst einmal einspielen müssen, scheint ein Sieg für die TSG allerdings gar nicht so abwegig zu sein. Wie das Spiel ausgehen wird, kann man dann am 24. August live im TV verfolgen. Wie in den Jahren zuvor überträgt die ARD das Eröffnungsspiel im Free-TV.
Transferplanungen fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen

Obwohl durch die gesicherte Champions-League-Teilnahme Einnahmen in Millionenhöhe winken, seien keine großen Transfers mehr geplant, sagte Manager Alexander Rosen der Rhein-Neckar-Zeitung. Mit der Verpflichtung von Leonardo Bittencourt vom Absteiger FC Köln, erhofft man sich, die Lücke zu schließen, welche Serge Gnabry mit seinem Abgang zum FC Bayern hinterlassen hat. Weitere Neuzugänge sind der Innenverteidiger Kasim Adams von den Young Boys Bern, die beiden Offensivkräfte Vincenzo Grifo von Borussia Mönchengladbach und Ishak Belfodil von Standard Lüttich sowie Linksverteidiger Joshua Brenet von PSV Eindhoven. Laut Rosen wurden knapp über 25 Millionen Euro in die Mannschaft investiert. Bei dem gefüllten Kader ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Transferfensters am 31. August noch Abgänge vermeldet werden. Nicht unwahrscheinlich ist, dass Innenverteidiger Ermin Bicakcic noch abgegeben wird und das Eigengewächs Philipp Ochs verliehen wird.



Unruhe nach Nagelsmann-Ankündigung? - IMAGE SOURCE: Instagram.com

Es war die Nachricht der Sommerpause – nach der Saison 2018/19 wird Julian Nagelsmann die TSG Hoffenheim Richtung Leipzig verlassen. Dass ein Trainerwechsel mehr als ein Jahr vor dem Vollzug publik gemacht wird, ist ein absolutes Novum in der Bundesligageschichte. Dabei ist die frühe Verkündigung ein durchaus schlauer Schachzug. Nagelsmann ist sich bewusst, dass seine Zukunft ein Thema mit hoher medialer Aufmerksamkeit ist. Bereits in der vergangenen Saison fiel immer wieder sein Name, wenn es um die Trainerfrage in Dortmund und München ging. Selbst Real Madrid wurde nach dem Zidane-Abgang als mögliche Option ins Spiel gebracht. Nun hat der Shooting-Star-Coach frühzeitig reinen Tisch gemacht und kann sich nun voll auf seine letzte Saison in Hoffenheim konzentrieren. Natürlich birgt diese Entscheidung auch die Gefahr, dass Nagelsmann als „lame duck“ seine Mannschaft in der entscheidenden Phase nicht mehr erreicht. Allerdings kann man sich dieses Szenario bei der emotionalen Art des jungen Trainers nicht wirklich vorstellen.

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Die neue Saison kann kommen

Die Kaderplanungen für die neue Saison sind nahezu abgeschlossen, der Druck wurde von der Trainerfrage genommen und die Testspielergebnisse stimmen auch. Bei dem 8:2 Kantersieg gegen den SC Heerenveen haben die beiden Neuzugänge Grifo und Bittencourt direkt getroffen. Die neue Saison kann also kommen. Bevor der Ligastart am 24. August gegen den FC Bayern München ansteht, geht es eine Woche vorher in der ersten Runde des DFB Pokals gegen den 1. FC Kaiserslautern auf den Betzenberg. Nachdem man letztes Jahr schon in der zweiten Runde an Werder Bremen scheiterte, malt man sich dieses Jahr einen Abschied von Julian Nagelsmann beim Pokalfinale in Berlin aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

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