09.01.2020

Gehälter der Schiedsrichter im Profifußball

Fußball ist immer noch der Lieblingssport der Deutschen. Über kaum etwas wird mehr diskutiert, als über die mehr oder weniger prominenten Spieler, die dem Ball hinterherlaufen. Und in jedem Jahr geht es abermals um die finanziellen Unterschiede zwischen einzelnen Spielern, Vereinen, Ligen und den großen Mannschaften. Doch ein Thema fehlt häufig – das Gehalt der Schiedsrichter.

Was hatte Fußballdeutschland in den vergangenen Wochen nicht über Erling Haaland und seinen Preis von 20 Millionen Euro gesprochen. Die Türen bei den größten Fußball-Vereinen Europas standen ihm hoffen und doch, entschied sich der junge Norweger für die Borussia aus Dortmund. Ganz überraschend kam die Vertragsunterzeichnung hingegen nicht. Die besten Fußball-Podcasts hatten immer über neue Informationen, den Ausnahmestürmer betreffend, der mit seinen 1,94 cm Größe also nun endlich die eher schleppende Offensive des BVBs um Lucien Favre anschieben soll, berichtet. Gerade für den Interessierten oder gar den Fan, sind die Podcasts ja ein wahrer Segen. So war auch schnell klar, wie viel der 19-jährige Spieler aus Norwegen verdienen soll. Doch was ist mit den Regelhütern auf dem Feld? Was verdienen die?

Der DFB hatte bereits vor über zwei Jahren die Schiedsrichtergehälter aufgestockt. So erhalten diese in der 1. Bundesliga ein Fixum von 60.000 Euro im Jahr. Mit 5 Jahren Berufserfahrung sind es bereits 70.000 Euro und als FIFA-Schiedsrichter, kommen noch einmal 10.000 Euro oben drauf. Ebenfalls gibt es eine Gratifikation pro Spiel. So bekommt der 1. Offizielle auf dem Platz noch einmal 5.000 Euro. Der Assistent immerhin noch 2.500 Euro. Und auch der 4. Offizielle darf sich im Oberhaus noch über 1.250 Euro freuen.

In der 2. Bundesliga erhält der Regelhüter auf dem Feld 40.000 Euro fix sowie 2.500 Euro pro Spiel. Seine Assistenten bekommen entsprechend 1.250 Euro und der 4. Offizielle in der 2. Bundesliga immerhin noch 600 Euro für jede Partie.

Allerdings werden nur sehr wenige tatsächlich auch Bundesliga Schiedsrichter. Denn der Weg ist schwer und mitunter sehr steinig. Im Schnitt bekommt es jeder, der sich in das System hineingibt, mit rund 80.000 Konkurrenten zu tun. Hinzukommt, dass das finanzielle Gefälle in den unteren Ligen entsprechend dürftig ist.

So gibt es ab Liga 3 kein Fixum mehr. Lediglich jedes Spiel plus die Anfahrt werden entlohnt. So kommen in der 3. Liga 750 Euro zusammen. In der Regionalliga sind es schon nur noch 300 Euro. Wer den beschwerlichen Job als Schiedsrichter in der Kreisliga übernimmt, darf sich immerhin noch über 20 Euro freuen. Das ist wenigsten noch genug, um nach dem Stress, sofern man unversehrt bleibt, am Bratwurststand noch eine Wurst und ein Bier zu bezahlen.

Für die Elite unter den Schiedsrichtern kommt im Übrigen noch die UEFA Champions League und die Europa League hinzu. Hier sind es noch einmal rund 4.800 Euro pro Spiel – ab dem Viertelfinale 5.800 Euro. Ebenso wird eine Tagespauschale von 200 Euro bezahlt. Diese wird vom Tag der Anreise bis zu dem der Abreise berechnet. Wer dann noch das Glück hat, zu einer EM oder WM eingeladen zu werden, hat mit einem Fixum hierfür noch einmal ein üppiges Sümmchen oben drauf. 

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