07.02.2019

KL B4: Nachgefragt - Marc Wildt zieht eineinhalb Jahre nach Gründung der SG eine erste Zwischenbilanz

Wo wird die SG am Saisonende landen?

Marc Wildt und sein Team freuen sich auf die Rückrunde. Bild: Verein

Lesen Sie unser Kurzinterview mit SG-Coach Marc Wildt, welcher in der Zeit vor dem Zusammenschluß  schon sowohl den SV Ettenheimweiler als auch den SC Wallburg trainiert hat. Er dürfte damit einer der dienstältesten Trainer in der KL B4 sein.

"Wir haben mittlerweile die Erfahrung machen dürfen, dass es sehr viel Spaß macht, Spiele zu gewinnen."

SDP: Hallo Marc, am vergangenen Sonntag war der Auftakt zur Rückrundenvorbereitung. Wie viele Akteure konntest Du bei nasskaltem Wetter begrüßen?

Marc Wildt: Hallo Doppelpass, stimmt, das Wetter war bescheiden.Trotzdem waren 26 Spieler da. Das ist ordentlich.

SDP: Über 20 Akteure, dies kann sich sehen lassen, dies obwohl wahrscheinlich noch einige "Wölfle" gefehlt haben, welche beim Fastnachtsumzug in Ettenheim im Einsatz waren?

M.W.: Fastnacht ist in der Tat jedes Jahr dasselbe Drama. Aber mit den Sorgen stehe ich als Trainer sicherlich nicht alleine da. Allerdings soll dies für die Spieler keinen Freibrief darstellen, so nach dem Motto, es ist halt immer so. Bei allem Respekt vor Fastnacht und anderem Vereinsleben habe ich kein Verständnis dafür, die komplette Vorbereitung zu fehlen und dann nach der Fastnachtswoche erstmal zwei Wochen krank zu sein. Sowas kann man managen und einigermaßen unter einen Hut bekommen.

SDP: Es war kein alltäglicher Trainingsauftakt, Du konntest zwei Neuzugänge begrüßen?


M.W.: Ja, das stimmt. Mit Remzi und Dean haben wir zwei sehr starke Spieler dazu bekommen. Dazu ist noch der eine oder andere Langzeitverletzte wieder an Bord, was mich sehr freut. Es ist nie leicht nach einer schweren Verletzung zurück auf den Platz zu kommen.

SDP: Rückkehrer Ramzi Shala (Kuhbach-Reichenbach) und Dein Sohn Dean, welcher von den A-Junioren des Bahlinger SC kommt, werden Dein Team in der Rückrunde verstärken? Für die Qualität im Offensivspiel sicherlich nicht schädlich?


M.W.: Natürlich erhoffe ich mir davon einige Impulse. Remzi hat ja schon mehrfach gezeigt, dass er in der Lage ist immer Tore zu erzielen. Das ist ihm in Kuhbach-Reichenbach genauso wie zuvor bei uns gelungen. Dean muss man sicherlich etwas Zeit geben, sich an die Senioren und die Liga zu gewöhnen. Es ist schon ein Riesenunterschied zwischen einer A-Jugend Verbandsliga und der Kreisliga B. Das ist sicherlich nicht einfach.

SDP: Ein kurzer Rückblick: In der Saison 2017/18 ist die SG E'Weiler/Wallburg gestartet, in der Saison 2016/17 waren beide Teams noch eigenständig mit durchwachsenem Erfolg. Ettenheimweiler mit der Roten Laterne, Dein Team auf Platz 13. Zwei Jahre später steht man in der Winterpause auf Platz 10. Dein Fazit?


M.W.: Unter dem Strich bin ich voll und ganz zufrieden. Sowohl mit dem ersten Jahr (obwohl ich mir einen kleinen Tick mehr erhofft hatte) als auch mit der derzeitigen Situation.

SDP: Mancher Experte muss seine damalige Meinung widerrufen, zwei Teams aus dem hinteren Tabellendrittel können auch als SG nicht funktionieren?

M.W.: Eine gewisse Skepsis war mit Sicherheit berechtigt und war auch bei allen Verantwortlichen vorhanden. Aber klar ist auch, dass es im Grunde keine Alternative gab. Beide Vereine hätten es sehr schwer gehabt alleine den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Es ist und bleibt aber noch sehr viel Arbeit für beide Vereine, das erreichte Niveau in allen Bereichen zu halten und weiter auszubauen.

SDP: Ist Platz zehn für Dich das Ende der Fahnenstange? Angenommen, Du müsstest zur Winterpause einen Wettschein ausfüllen: Wo wird die SG am Saisonende stehen?


M.W.: Bei Wetten habe ich eher kein gutes Händchen :-). Wir haben mittlerweile die Erfahrung machen dürfen, dass es sehr viel Spaß macht, Spiele zu gewinnen. Das geht so ganz langsam auch in die Köpfe der Spieler. Es ist nicht einfach, so eine gewisse Verlierermentalität auszumerzen. Aber wir sind da dran und mit jedem Punkt und Sieg wandelt sich das in Selbstvertrauen um. Es liegt wie so oft an den der Mentalität der einzelnen Spieler. Vom Potential her ist einiges drin. Aber letzlich geht es darum, welchen Stellenwert nimmt der Fußball ein und was bin ich bereit dafür zu opfern. Und das beginnt leider bereits bei der Fastnacht und geht mit sonstigen Freizeitaktivitäten weiter.


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