02.12.2018

Rothaus-Bezirkspokal Freiburg: Viertelfinale im Weststadion - Reist SV Biengen als Favorit an?

So., 02.12.2018, 16.00 Uhr, Weststadion: SF Eintr. FR - SV Biengen - SR SR: Rene Hargarten und Assistenten Florian Torn/Dominic Morath

Die Firma Branntweinhandel BLEILE in Bad Krozingen /Biengen präsentiert das Viertelfinale im "Weststadion!"

Wenn an den drei anderen Spielorten die Begegnungen bereits beendet sind, geht die Arbeit im "Weststadion" erst los.  Das Haller-Team steht derzeit unter den Top-Five der Kreisliga A2 und gilt bei vielen Insidern als Titelkandidat.

Aber auch Bezirksligaabsteiger SV Biengen, zur Winterpause auf dem Relegationsplatz, braucht sich keineswegs verstecken. Man wird mit Demut, aber ohne Angst im "Weststadion" antreten.

Die Leitung der Partie hat Schiedsrichter Rene Hargarten mit seinen Assistenten Florian Torn und Dominic Morath.

Während in Freiburg die erste Halbzeit läuft, werden im "Waldstadion" in Sasbach die Halbfinalbegegnungen gezogen. Die Akteure beider Teams werden dann beim "Pausentee" über den möglichen Gegner informiert werden.

Lesen Sie das Interview mit Gästecoach Jan Lindemann, natürlich auch ein kurzes Statement von Wolf Haller.

Von den Gastgebern liegt uns bislang leider noch kein Statement vor

SF-Eintracht-Coach Wolf Haller. Bild. Verein

Der Weg der Gastgebern ins Viertelfinale

TV Köndringen (A) 2:3
SV Achkarren (H) 7:0
PTSV Jahn Freiburg (A) 1:2

SDP: Wolf, geht man mit Demut in das Spiel gegen den Bezirksligisten?

Wolf Haller: "Demut ist vielleicht ein bisschen viel des Guten. Respekt trifft es dann wohl eher. Denn dass Biengen nach dem sofortigen Wiederaufstieg auch in der Bezirksliga eine derart gute Rolle spielt, zeigt, dass sie nicht viel falsch machen. In eine Angststarre verfallen wir aber deswegen aber auch nicht gleich. Denn auch wir haben trotz aller Widrigkeiten eine gute Hinrunde gespielt und überwintern zurecht auf Platz eins. Selbstvertrauen ist also vorhanden. Dazu noch die Möglichkeit, den vermutlich stärksten verbliebenen Gegner im Wettbewerb ein Bein zu stellen. Wir haben auf jeden Fall große Lust auf das Spiel. Leider sind die Wetteraussichten ja eher bescheiden. Doch ich gehe fest davon aus, dass jeder, der sich auf den Weg ins Weststadion macht, mit gutem Fußball und einem packenden Spiel belohnt wird."

Gruß Wolf

Das Statement von Jan Lindemann

Jan Lindemann hat den SVB 2016 übernommen, es ist ihm gelungen, das Team wieder auf die Erfolgsspur zu führen. Bild: Verein

Der Weg des SV Biengen ins Viertelfinale

St. Peter (A) 0:8
SV Breisach (H) 4:3
SV Tunsel (A) 1:4

SDP: Hallo Jan, Glückwunsch, ihr gehört sicherlich zu den Teams in der Vorrunde in der Bezirksliga?

Jan Lindemann: Nach zwei Abstiegen vor dem jetzigen Wiederaufstieg, war nicht zu erwarten, dass wir uns wieder so schnell in der Bezirksliga etablieren würden.

SDP: Als Aufsteiger steht man zur Winterpause auf dem Relegationsplatz?

J.L.: Eine Momentaufnahme - wir wissen, wo wir herkommen. Uns fehlen noch drei Siege für den Klassenerhalt, diese wollen wir in der Rückrunde schnellstmöglich holen.

SDP: Man kann unschwer erkennen, wo der SVB herkommt und möglicherweise wieder hin will?

J.L.: Ich kann mich noch aus meiner aktiven Zeit beim SC Mengen an die Derbys mit Biengen in der Kreisliga B erinnern. Ich glaube, da will niemand mehr zurück. Der SVB stieg im Jahr 2005 erstmalig in die Kreisliga A auf, nach 57 Jahren. Und schaffte direkt den Durchmarsch in die Bezirksliga 2006. Dort spielte man bis zum Jahre 2015. Nach neun Jahren in der Bezirksliga reichte ein dritter Platz zum Aufstieg in die Landesliga, da die beiden Erstplatzierten aufgrund der Spielgemeinschaften-Regelung nicht aufstiegsberechtigt waren. Was folgte, war ein letzter Platz in der Landesliga und anschließend wurde man in die Kreisliga A, auch wieder als Letzter, durchgereicht.

SDP: "Du kannst hinfallen, darfst aber nicht vergessen, wieder aufzustehen." Trifft diese Weisheit möglicherweise auf den SVB zu? Die Trendwende hat Coach Jan Lindemann eingeleitet? Das Engagement 2016 hat sich als Glücksgriff erwiesen?

J.L: Zwei Abstiege in Folge sind für keinen Verein leicht zu kompensieren. Es bedeutet viel Frust und Negativerlebnisse über zwei Jahre, und das nicht nur für die Spieler, sondern auch für das Umfeld. Nach dem zweiten Abstieg in Folge verließen zudem viele Spieler den Verein, um weiterhin höherklassig spielen zu können. Michael Schmidt ist es gelungen, um den Kapitän Pascal Geiger eine junge, hungrige Mannschaft aufzubauen, die hauptsächlich aus Spielern von anderen Kreisligisten besteht. Wir sind momentan die Topadresse für junge Spieler!

SDP: Deine Einschätzung nach sechs Monaten: Hat der Club das Potenzial, mittelfristig dorthin zurückzukehren, wo er vor wenigen Jahren noch war?

J.L: Fußball ist ein Geschäft, in dem Stillstand schnell bestraft wird. Sobald man etwas nachlässt, macht sich dies gleich auch am Tabellenstand bemerkbar. Manchmal bedarf es eines glücklichen Händchens, um Erfolg zu haben. Was den Verein betrifft, sind wir ein sehr kleiner Dorfverein, in dem viele Menschen ehrenamtlich viel Zeit und Engagement in ihrer Freizeit in den Verein stecken. Ich würde an dieser Stelle gerne ein paar Namen nennen, aber dies würde dieses Interview sprengen, daher sage ich einfach nur DANKE an alle Helfer!  Was ich aber sagen kann:  Unsere Currywurst bei Heimspielen ist legendär. Unser Potential ist die große Familie, die wir in Biengen gerade sind. Bleibt diese zusammen und ziehen alle an einem Strang, darf man nichts ausschließen.

SDP: Doch nun zum Pokal. Viertelfinale bei den SF/Eintracht Freiburg. Ihr werdet mit Demut, aber ohne Angst die Reise ins Weststadion antreten? Wir gehen mal davon aus, dass Du das Team von Wolf Haller eingehend unter die Lupe genommen hast und jetzt "in- und auswendig" kennst?

J.L: Die Eintracht um den Coach Wolf Haller hat sich trotz zweier Abgänge vor der Saison (jeweils in die Landesliga) für dieses Jahr viel vorgenommen. Sie spielen bisher eine sehr gute Rolle und werden immer wieder als Aufstiegsfavorit genannt. Neben ihren technischen Fähigkeiten, die sie auf ihrem Kunstrasenplatz daheim ausspielen können, lässt die Fairnesstabelle erahnen, dass sie einem nichts schenken werden, Tabellenführer hin oder her!


LL-Schiedsrichter Rene Hargarten vom SC March freut sich mit seinem Team auf das Pokalspiel im Weststadion. Bild: Bezirk

SDP: Euer Weg ins Viertelfinale, bislang waren keine richtigen Kracher dabei. Am Sonntag der erste Härtetest?

J.L: Gegen Breisach lagen wir zur Halbzeit bereits 1:3 zurück und waren zudem noch dezimiert (eine harte Entscheidung). Zumal wir auch in der Fairnesstabelle sehr weit vorne stehen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das Spiel noch gedreht. Tunsel, der Tabellenführer der KL B4, hatte gegen uns zu viel Respekt. Jetzt wartet mit dem Tabellenführer der KL A2 sicher die bisher stärkste Mannschaft, die uns wehtun möchte. Ein Spiel auf Augenhöhe.

SDP: Blick in die Vereinsgeschichte des SVB, welche Erfolge kann man vorweisen?


J.L: Mindestens einmal stand der SVB im Halbfinale des Bezirkspokals.

SDP: Favoritensterben im bisherigen Pokalverlauf, zwei Bezirksligisten kämpfen gegen sechs Kreisliga A-Vertreter um den Einzug ins Halbfinale. Wird auch der VfR Merzhausen am Sonntagnachmittag im Lostopf sein - Deine Einschätzung?

J.L: Obwohl sich Markus Bilharz bei mir über Merzhausen erkundigt hat und Merzhausen in letzter Zeit etwas Verletzungspech hatte, wird zumindest eine Bezirksligamannschaft im Halbfinale stehen.

SDP: Willst Du einen Tipp vor dem Spiel wagen?


J.L: Die Chancen stehen 50:50. Die Tagesform wird entscheiden. Aber es wird sicher ein flottes Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz auf der Eintracht.

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