Frauen DFB-Pokal

SC Frauen sind ausgeschieden

04. April 2021, 15:52 Uhr

Bild: SC Freiburg, Achim Keller

Die Frauen des SC Freiburg sind nach einer 1:2 Niederlage bei der Frankfurter Eintracht aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Lesen Sie dazu den Spielbericht von Pressesprecher Thomas Andres:

Am Ostersamstag standen sich in der ersten Halbfinalbegegnung um den Einzug in das
diesjährige DFB-Pokal-Finale die Eintracht aus Frankfurt und der Sport-Club aus Freiburg
gegenüber. Bei herrlichem Fußballwetter pfiff die Unparteiische Kathrin Heimann pünktlich um
13 Uhr die von vielen mit großer Spannung erwartete Partie zwischen den direkten
Tabellennachbarn der FLYERALARM Frauen-Bundesliga an. Leider waren aufgrund der
aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch immer keine Zuschauer
im Frankfurter Stadion am Brentanobad zugelassen.
Nachdem beide Teams ihre vergangenen Liga-Partien erfolgreich absolvierten – Frankfurt
besiegte den MSV Duisburg am vergangenen Donnerstag mit 3:0 und der Sport-Club setzte
sich am Sonntag in seinem Heimspiel mit 1:0 gegen Turbine Potsdam durch – durfte man mit
zwei selbstbewussten Halbfinalisten rechnen, die den letzten Schritt in Richtung Finale in Köln
gehen wollten.
Freiburgs Trainer Daniel Kraus veränderte seine Startelf aus der Partie gegen Turbine auf zwei
Positionen und startete mit einem 4-3-3 in das Spiel. Für Mia Büchele und Tyara Buser standen
von Beginn an Samantha Steuerwald, die überraschend auf der Mittelstürmerinnen-Position
auflief, und Marie Müller auf dem Platz.
Frankfurt erwischte den besseren Start in die Partie und setzte die SC-Defensive sofort unter
Druck. So dauerte es gerade einmal fünf Minuten bis zur ersten dicken Gelegenheit für die
Eintracht. Nach einem schönen Zuspiel von Lara Prasnikar tauchte Sjoeke Nüsken völlig alleine
vor dem SC-Gehäuse auf. Die herauseilende Lena Nuding verkürzte jedoch geschickt den
Winkel und verhinderte mit einem Reflex die frühe Führung für die Adler-Trägerinnen.



Mitten in die durch die Hausherrinnen bestimmte Anfangsphase dann wie aus heiterem Himmel
die kalte Dusche für das Team von Frankfurts Trainer Nikolaos Arnautis. Ein Traumpass von
Rebecca Knaak über das halbe Spielfeld landet punktgenau bei Marie Müller. Diese fackelte
nicht lange und hämmerte das Spielgerät zur 1:0-Führung für den Sport-Club in die Maschen.
Die Ex-Freiburgerin Merle Frohms im Kasten der SGE war ohne Chance.
Glück dann für den Sport-Club, der die frühe Druckphase der Frankfurterinnen gut überstanden
hatte, in der 24. Minute: Laura Freigang setzte sich am rechten Strafraumeck sehenswert durch
und zog aus aussichtsreicher Position ab. Ihr satter Rechtsschuss landete aber nur an der
Querlatte des SC-Gehäuses. Mittlerweile hatte sich die Begegnung zu dem von vielen im
Vorfeld erwarteten Pokal-Fight zweier Teams auf Augenhöhe entwickelt.
Die wütenden Hessinnen versuchten nun alles, um noch vor dem Wechsel den ersehnten
Ausgleichtreffer zur erzielen, doch die gut organisierte Defensive der Kraus-Elf hielt den
Angriffen weiterhin gut stand. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann die zweite ganz dicke
Torgelegenheit für den Sport-Club. Ereleta Memeti lief aus dem Mittelfeld kommend all ihren
Bewacherinnen davon, ihr Abschluss klatschte jedoch nur an den rechten Außenpfosten des
Kastens von Merle Frohms. So ging es mit der unter dem Strich nicht unverdienten Führung für
die Gäste aus dem Breisgau in die Kabinen.

Beide Teams kamen unverändert aus der Halbzeitpause. Die Eintracht erwischte nur kurz nach
Wiederanpfiff einen Traumstart. Nachdem Lena Nuding in der 46. Minute einen Ball aus kurzer
Distanz noch über die Latten lenken konnte, war sie nur eine Minute später doch geschlagen.
Ein Eckball von der linken Seite fand Frankfurts Stürmerin Lara Prasnikar, die am kurzen
Pfosten lauernd keine Probleme hatte, den 1:1-Ausgeichtreffer für die Hausherrinnen zu
erzielen.
Frankfurts unermüdliches Anlaufen sollte in der 64. Minute ein zweites Mal belohnt werden.
Zunächst reagierte SC-Schlussfrau Lena Nuding bei der Direktabnahme von Laura Feiersinger
hervorragend, gegen den platzierten Abschluss aus der zweiten Reihe von Camilla Küver war
sie jedoch machtlos und musste zusehen, wie der Ball aus 20 Metern Torentfernung den Weg
zur 2:1-Führung für die Frankfurterinnen in den rechten Winkel fand.
Der Sport-Club reagierte und versuchte in der Schlussviertelstunde selbst wieder Zeichen in der
Offensive zu setzen. Bis zum Strafraum von Merle Frohms lief der Ball gut, doch der letzte Ball
wollte einfach nicht sein Ziel finden. Die Eintracht stand nun tiefer und setzte nur noch
sporadisch einzelne Nadelstiche Richtung SC-Gehäuse.
Schlussendlich gelang es keiner der beiden Mannschaften in der Schlussviertelstunde noch
etwas auf die Anzeigetafel zu bringen und es blieb bei dem knappen 2:1-Heimerfolg der
Frankfurterinnen, die somit die Tickets für das Finale in Köln buchen.
Stimmen zum Spiel:
SC-Trainer Daniel Kraus: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Am Ende hat
wohl die Erfahrung den Ausschlag für den Sieg gegeben. Wir müssen hieraus lernen, auch
wenn es natürlich wirklich sehr bitter ist.“

Autor: Volker Kirn

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