16.05.2018

Sportverein und Unternehmen vereinen: So funktioniert’s

Für viele Fußballspieler und Trainer ist es mehr als ein Hobby, denn Sportvereine sind auch Unternehmen, die verschiedene Geschäftsbereiche managen müssen. pixabay.com © picselweb (CC0 Creative Commons)

Von der Bundesliga bis zur Verbandsliga: Jeder Sportverein ist ein Unternehmen, das ein leistungsfähiges und umfassendes Management benötigt. Dabei muss nicht nur der Verkauf von Tickets organisiert und strukturiert werden, sondern auch die Produktion und der Vertrieb von Merchandise-Artikeln. Des Weiteren gilt es, die Verträge mit Sponsoren zu managen sowie Veranstaltungen und Events neben den Spielen auf die Beine zu stellen, denn auch diese Bereiche gehören zu den Aufgaben eines Sportvereins. Um alle Geschäftsprozesse problemlos und schnell zu vereinen, lohnt es sich, im Verein über ein ERP System nachzudenken. 

Was ist ein ERP System?

Die Abkürzung ERP steht ausgeschrieben für Enterprise Resource Planning und bedeutet übersetzt „Ressourcenplanung eines Geschäfts“. Der Vorteil an einem ERP System ist, dass viele verschiedene Bereiche eines Unternehmens vereint werden können. Das ermöglicht eine effiziente und unkomplizierte Planung, Steuerung und Kontrolle einzelner Geschäftsbereiche. Die Software vereint folgende wichtige Prozesse:


• Qualitäts- und Projektmanagement
• Rechnungswesen
• E-Commerce
• Einkauf, Vertrieb und Marketing
• Controlling
• Personalwesen

Mit einem ERP System ist es möglich, jede Einheit und jede Abteilung eines Unternehmens in die Prozessplanung einzubeziehen. Darüber hinaus können Abläufe, die regelmäßig stattfinden, automatisiert werden, wodurch beispielsweise Vorteile im Wettbewerb erzielt werden können. 

Warum benötigt der Fußballverein ein ERP System?

Leistungsfähig, effizient und unkompliziert: ERP Systeme sind die richtige Wahl, um den Sportverein zu managen. pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

Die großen Vereine machen es vor. Sie zeichnen sich durch eine leistungsfähige IT-Abteilung aus, die ERP Systeme nutzt, um Geschäftsmodelle wie das von Borussia Dortmund erfolgreich zu organisieren. Es ist kein Geheimnis, dass Sport- und Fußballvereine heutzutage nicht nur eine sportliche Glanzleistung auf dem Platz erbringen müssen. Auch die unternehmerischen Fähigkeiten und Umstände müssen hier stimmen. Grund dafür ist, wie bereits erwähnt, dass ein Sportverein auch immer ein Unternehmen ist.


 Das ERP System ist für einen Sportverein empfehlenswert, weil sich dadurch – wie in jedem anderen Unternehmen – viele verschiedene Geschäftsprozesse vereinen lassen. Unter anderem zählen speziell beim Fußball folgende Bereiche dazu: 

• Nachwuchsförderung: Zum einen sind Scouts regelmäßig auf der Suche nach neuen Talenten in den verschiedenen Ligen, zum anderen werden die bereits „ergatterten“ Nachwuchsspieler in den Jugendmannschaften gefördert. Das sorgt dafür, dass beispielweise keine anderen Spieler teuer per Transfer eingekauft werden müssen. Trotzdem muss hier regelmäßig geplant und organisiert werden. Seien es Trainingslager, Trikots oder andere Aufwendungen.

• Sponsoren: Der Kampf um den besten Sponsor gehört beim Fußball dazu. Hierbei kommt es darauf an, was der Verein favorisiert. In der Bundesliga gibt es Mannschaften, die auf Exklusivität setzen und somit eventuell den einen oder anderen hochwertigeren Partner bekommen. Aber es gibt auch die andere Variante. Das sind Vereine, die sich für die Masse entschieden haben und dadurch gleich mehrere Geldgeber an der Hand haben. 

• Kunden- und Mitgliederverwaltung: Ebenfalls ein wichtiger Punkt für den Sportverein, um einen Überblick über die interne Struktur zu erhalten. Grundsätzlich sind das Standards, die jedes ERP System mit Leichtigkeit abwickelt. 

• Finanzbuchhaltung:
Dieser Bereich gehört zu den großen Stärken der ERP Systeme. Sowohl das Rechnungswesen als auch die Lohnabrechnung und das Controlling lassen sich mit der Software unkompliziert ausführen.

Das sind nur einige Bereiche, in denen das ERP System im Verein zukünftig für Abhilfe sorgen kann. Ein weiterer Geschäftsprozess, den die Software abwickeln kann, ist beispielsweise der Verkauf von Merchandise Produkten.

Vereins-Merchandise bis hin zu Accessoires für die WM

Ob Bundesliga, Regionalliga oder Landesliga – jeder Fußballclub hat passende Vereins-Merchandise-Artikel im Programm. Zum einen dient das natürlich den Fans zur Identifikation bei allen wichtigen Spielen. Zum anderen sind Merchandise-Artikel für den Verein eine sehr gute Einnahmequellen, die allerdings auch organisiert werden will. Ein ERP System unterstützt dabei, die verschiedenen Bereiche, wie Einkauf, Vertrieb, Marketing, E-Commerce, Controlling und Rechnungswesen miteinander zu verbinden. So lässt sich eine unkomplizierte Planung der Ressourcen durchführen und schnell wird ersichtlich, was beispielsweise nachbestellt werden muss, wo gerade kein großer Bedarf herrscht oder welches Fan-Merch in Zukunft unbedingt verstärkt angeboten werden sollte. Ähnlich verhält es sich hier mit Accessoires für die WM oder EM. Die regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen können im ERP System als automatisierte Prozesse eingespeist werden, sodass die Software hier gleich weiß, wie in den Vorjahren für die Events geplant wurde.

Vereine, die vor oder während der WM 2018 Accessoires verkaufen wollen, profitieren ebenfalls von den Prozessen des ERP Systems. pixabay.com © ASSY (CC0 Creative Commons)

Tipp: Wichtig ist sich vorher abzusichern, ob der Verkauf von WM Accessoires offiziell erlaubt ist. Informationen hierzu gibt es bei der FIFA. Was aber in jedem Fall genehmigt ist, um mit dem Verein die WM in voller Qualität zu verfolgen, ist ein neuer Curved TV mit HD, sodass man das Gefühl hat mittendrin zu sein – statt nur dabei.

Industrie 4.0: Die Zukunft gehört den Enterprise Resource Planning Systemen

Eine ERP Marktstudie, die in Zusammenarbeit des Fraunhofer IML mit dem Kompetenzzentrum für den Mittelstand (Digital in NRW) entwickelt wurde, untersuchte die Auswirkungen der Industrie 4.0. Hierbei stand die Annahme die Mittelpunkt, dass es in der Zukunft eine grundsätzliche Bedingung für Unternehmen sein würde, eine moderne IT-Abteilung in Form eines ERP Systems zu unterhalten. Viele mittelständische Unternehmen scheuen sich jedoch davor. Die Angst, das operative Geschäft zu verlieren, ist bei vielen ein ausschlaggebender Faktor, an veralteten IT-Systemen festzuhalten. Das Problem daran ist, dass die fortschreitende Digitalisierung keinen Halt macht. Sowohl im Bereich der Sportvereine und Fußballclubs als auch in der restlichen Unternehmenswelt ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen. Nicht nur das, denn alle Geschäftsprozesse vereinen zu können, bringt auch sehr viele Vorteile. Dadurch könnten beispielsweise Wettbewerbsvorteile gegenüber einem langjährigen Konkurrenten entstehen, denn die ERP Systeme sind effizient, leistungsfähig und schnell. Darüber hinaus sorgt die Software für weniger Überstunden, denn, wenn erst einmal alle Daten eingegeben sind und Prozesse automatisiert wurden, sind diese Arbeiten abgeschlossen.

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