10.08.2018

Südbaden im Pokalfieber: Der August wird heiß!

Die Fußball WM ist vorbei, aber es wird dennoch ein heißer August im Fußball in Südbaden, denn die erste Runde im DFB Pokal steht an und dabei sind auch Teams aus der Region am Ball, bereit viele Tore zu erzielen, denn ein Unentschieden gibt es wie in anderen Sportarten im Pokal nicht. Als Favorit der Pokalrunde wird laut Prognosen der Wettexperten auch in der Saison 2018/2019 der FC Bayern München gehandelt, der in den letzten Jahren das Geschehen in der Bundesliga wie auch im DFB Pokal beherrschte. Dem fielen auch immer wieder südbadische Vereine zum Opfer. 

Doch der große Favorit ist in der ersten Runde kein Thema für die Klubs aus der Region, sondern der Oberligist SV Linx muss laut Spielplan sich mit dem 1. FC Nürnberg auseinandersetzen. Das Team vom Karlsruher SC hingegen hat Heimrecht gegen den Nordklub Hannover 96 und der SC Freiburg muss in den Osten zu Energie Cottbus reisen. 

Wie sind die Klubs aus Südbaden für den DFB Pokal aufgestellt?

Die schwerste Aufgabe im DFB Pokal in der ersten Runde hat ohne jeden Zweifel der Oberligist SV Linx erwischt. Dass der Club aus Nürnberg eine harte Nuss sein wird, verriet zuletzt das Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten SV Darmstadt 98, das 0:4 verloren ging. Auch wenn der Oberligist der Zweitligisten zuerst das Leben recht schwer machte, war es am Ende doch eine eindeutige Angelegenheit. Dabei hätte es sehr gut laufen können, wenn Adrian Vollmer in der ersten Hälfte das 1:0 für die Linxer hätte erzielen können. Doch Vollmer verfehlte das Tor der Lilien denkbar knapp. So nahm das Spiel ab der 40. Minute seinen eher erwarteten Verlauf, als es mit Luca Gelzleichter gerade ein Spieler aus der A-Jugend der Darmstädter war, der den Ball in den Torwinkel hämmerte. Zwei späte Tore von Orrin Gaines und ein Eigentor des Linxers Dennis Kopf stellten den Endstand sicher.

Es liegt also noch viel Arbeit für das Team an Offiziellen aus Linx, bis es gegen die Clubberer geht. Ein Hoffnungsschimmer kommt dadurch auf, dass es beim 1. FC Nürnberg zuletzt auch nicht ganz rund lief. Die 1:2 Niederlage beim Drittligisten Hallescher FC lässt bei Linx leise Hoffnung aufkommen, doch die riesige Überraschung zu schaffen und mit einem Sieg in die zweite Pokalrunde einzuziehen. Da wird man beim Verein aus Südbaden mit einem Auge darauf schielen, dass die Nürnberger gedanklich schon bei Bundesligaauftakt sind, der für die Mannschaft eine Woche später gegen Hertha BSC beginnt. Die Partie im DFB Pokal findet am 18. August statt und es dürfen laut Sicherheitsbehörden maximal 7.100 Zuschauer ins Kehler Rheinstadion. Am 19. Juli beginnt der Kartenvorkauf für dieses große Spiel des SV Linx. 

Wie werden die Teams aus Südbaden den Pokal meistern?

Eine eher undankbare Aufgabe wartet auch auf einen weiteren Vertreter aus Südbaden, den Karlsruher SC. Man hat zwar wie Link Heimrecht gegen Hannover 96, aber die Nordlichter sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn dass die Hannoveraner nicht in Topform sein werden, die eine Woche zum Bundesligastart sofort ein Nordderby gegen Werder Bremen bestreiten müssen, steht eher nicht zu erwarten. Natürlich hat für die Niedersachsen der Klassenerhalt im Jahr 2 nach dem Wiederaufstieg oberste Priorität, aber der DFB Pokal dient dabei als 'Training' - gerade wenn es gegen einen Drittligisten wie Karlsruhe geht.

Das vermeintlich leichteste Los in der DFB Pokal-Hauptrunde hat der SC Freiburg gezogen. Man muss zwar auswärts beim Neuling der Dritten Liga Energie Cottbus antreten, aber insgesamt ist das eine absolut machbare für die Breisgauer. Geht es also alles nach den Wettanbietern und Buchmachern, die Statistiken miteinander vergleichen, das Risiko errechnen und anschließend entsprechende Quoten, Kombiwetten, Systemwetten, Einzelwetten und Wettstrategien ausgeben, werden laut gemäß Quotenvergleich zwei der drei südbadischen Clubs das Nachsehen haben und im Pokal ausscheiden.

Doch es muss ja nicht immer der DFB Pokal sein, der für Furore sorgt und Zeichen setzt. So ist es in der Verbandsliga Südbaden der FC Denzlingen, der überzeugen will - und das mit einem gestreckten Kader. Nur 18 Spieler sollen im Kader sein, der möglichst zeitnah 40 Punkte holen soll. Fehlende personelle Stärke soll durch Jugendspieler die auf Einsätze hoffe und vor allen Dingen einem Mehr an Willen ausgeglichen werden. Ob das gut geht? Trainer Horst Bühler definiert die kommende Saison als Teil der Lehrjahre - und die sind bekanntlich keine Herrenjahre.

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