09.11.2018

VL Südbaden: Die Vorschau mit Marvin Weik, dem Defensivakteur des SV Endingen!

Marvin Weik, er wechselte vor drei Jahren vom FC Bötzingen ins "Erle!" Bild: Verein

Marvin Weik spielt in der dritten Saison für die Kaiserstühler und hat sich zu einem Eckpfeiler in der Defensive entwickelt. Lesen Sie , was er zu sagen hat...

"Nach den zahlreichen Abgängen muss eine neue Mannschaft formiert werden!

Für Coach Beni Pfahler ist Marvin Weik ein Eckpfeiler in der Defensive. Bild: Verein

SDP: Hallo Marvin, Du hast vor der Saison 2015/16 den Wechsel vom FC Bötzingen zum SVE vollzogen, du fühlst dich im "Erle" sichtlich wohl?

Marwin Weik: Richtig, nach nun zweieinhalb Jahren im Erle lässt es sich kaum leugnen, dass ich mich auch auf dieser Seite des Kaiserstuhls sehr wohl fühle. Unter anderem auch wegen der Sportanlage hier in Endingen, die man mit Sicherheit zu den Besten hier im Umkreis zählen kann.
Mittlerweile hat unser Clubheim auch wieder einen Wirt, bei dem man wirklich sehr gutes Essen bekommt. Wer noch nicht da war kann das gerne mit einem unserer Heimspiele verknüpfen und sich selbst davon überzeugen. Man erzählt sich, dass auch das Weizen sehr gut sein soll.



SDP: Was waren deine vorherigen, sportlichen Stationen, welches ist dein Heimatverein?


MW: Vor knapp 23 Jahren habe ich bei den Spfr. Norsingen das Fußballspielen begonnen. Seit daher habe ich unter anderem beim SC Staufen, der PTSV Jahn Freiburg und der Eintracht Freiburg in der Jugend gespielt.

In meinem ersten Jahr in der Aktiven bin ich für den SV Kirchzarten aufgelaufen. Danach durfte ich fünf abwechslungsreiche Jahre in Bötzingen erleben, woraufhin ich mich für einen Wechsel zu den "Erle-Jungs" entschieden habe.



SDP: Du hast dich beim SVE zu einer festen Größe entwickelt, dein Standing im Team spiegelt sich in der Tatsache wider, dass Du als stellvertretender Spielführer fungierst?

MW: Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, dass ich vom Trainerteam bekomme und versuche dies Woche für Woche auf dem Platz zurückzuzahlen. Neben der sportlichen Leistung sehe ich es als eine meiner Aufgabe, den jungen Spielern den Einstieg in die Aktive möglichst leicht zu machen. Dazu gehört es auf sie zuzugehen, mit ihnen zu sprechen und ihnen das nötige Selbstbewusstsein zuzusprechen. Ich denke, dass das sehr wichtig für eine junge Mannschaft ist.



SDP: Am Ende der vergangenen Saison stand 7. Tabellenplatz, es war klar, dass nach den zahlreichen Abgängen das Team vom neuen Coach Beni Pfahler neu formiert werden muss?


MW: Logisch. Nach zahlreichen Abgängen folgen zahlreiche Neuzugänge, was beinhaltet, dass eine Mannschaft neu formiert werden muss. Wir haben viele junge Talente in unseren Reihen die ihren Platz  in unserer Mannschaft gefunden haben oder noch finden werden.



SDP: Vor allem in der Abwehr musste nach dem Weggang von Manuel Gleichauf umgestellt werden, Michael Sommer mit Knieverletzung mehrere Monate außer Gefecht?

MW: Nicht nur in der Abwehr musste umgestellt werden, sondern in mehreren Mannschaftsbereichen. Routiniers wie Manuel Gleichauf, Ron Fahlteich und Jan Torres haben allesamt Ruhe und Sicherheit in unser Spiel bringen können. Nun müssen sich andere Spieler diesen Aufgaben stellen.

Michael Sommer ist glücklicherweise wieder im Aufbautraining. Er nimmt zwar noch nicht am Mannschaftstraining teil, hat jedoch nach wie vor einen enormen Stellenwert im Team. Er kümmert sich um einige Dinge, außerhalb seines Aufgabenbereichs als Spieler, die der Mannschaft sehr gut tun. Ich hoffe dass seine Genesung so verläuft, dass er uns bald auch wieder auf dem Platz unter die Arme greifen kann.



SDP: Die anfänglichen Probleme haben sich in der Tabelle ausgewirkt. Doch mit zunehmender Vorrundendauer der Wandel zum Positiven, in den letzten sechs Begegnungen nur eine Niederlage und vier Siege?

MW: Wie bereits erwähnt, haben wir eine neu formierte Mannschaft mit vielen jungen Talenten in unseren Reihen. Dazu haben wir einen neuen Trainer bekommen, der seine Idee vom Fußball mitgebracht hat. Bis sich eine Mannschaft in einem neuen System findet, braucht es seine Zeit. Zu Beginn der Runde sind wir vielleicht etwas blauäugig gewesen. Wir waren zu brav für den Herrenfußball, wodurch wir Spiele verloren haben, in denen wir phasenweise sogar dennoch mehr Spielanteile hatten als unser Gegner. Jedoch konnten wir unsere Leistung nie über die kompletten 90 Minuten halten. In der Verbandsliga wird das bestraft. Momentan gelingt uns das besser.

Für mich war es aber eine Frage der Zeit, bis wir für den Aufwand den wir betreiben, belohnt werden. Wir haben weiter an uns und an die Spielphilosophie von Beni geglaubt und weiter an uns gearbeitet. Besonders jetzt müssen wir aber noch akribischer arbeiten, damit wir auch die vor uns liegenden Spiele erfolgreich bestreiten können.



SDP: Als Höhepunkt der Erfolgsserie der 0:4 Sieg in Radolfzell, mit welchem selbst die größten SVE-Fans nicht gerechnet haben?


MW: Das 0:4 in Radolfzell war mit Sicherheit für den ein oder anderen eine Überraschung. In Radolfzell haben wir in den vergangenen Jahren immer gute Ergebnisse erzielen können. Das wussten wir und sind daher mit viel Selbstbewusstsein angereist. Ich persönlich hatte ein sehr gutes Gefühl vor dem Spiel.




"Wenn man auswärts vier Tore schießt und keins bekommt, dann hat man sehr viel richtig gemacht!"

SDP: Coach Beni Pfahler ist sicherlich nicht einer, welcher nach jedem Sieg in Euphorie verfällt. Er sprach von der besten Saisonleistung. Kannst Du diese Meinung teilen?

MW: Wenn man auswärts vier Tore schießt und keins bekommt, dann hat man sehr viel richtig gemacht. Ich hoffe dass Beni nach dem Heimspiel gegen Kehl erneut von der besten Saisonleistung sprechen kann. Dann haben wir auch in diesem wichtigen Spiel sehr viel richtig gemacht.



SDP: Durch den Überraschungssieg konntet ihr den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz machen und den FC Denzlingen in der Tabelle überspringen. Der Auswärtssieg muss jetzt mit einem Heimsieg gegen den Kehler FV "vergoldet" werden?


MW: Jedes Spiel ist sehr wichtig für uns. Wie man in der Tabelle sehen kann, ist alles sehr eng beieinander. Wir spielen jetzt zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten und können mit einem Heimsieg einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt machen. Wenn wir an unsere Leistung aus dem Spiel gegen Radolfzell anknüpfen können, werden wir mit Sicherheit guten Fußball zeigen.



SDP: Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste, doch trotzdem ein Blick auf die drei restlichen Begegnungen vor der Winterpause. Denzlingen (H), da gibt es sicherlich etwas gut zumachen, OFV A und Waldkirch (H). Mit drei Heimspielen sollte man es schaffen, auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern?

MW: Wie du richtig sagst, liegt der Fokus auf dem kommenden Spiel. Wir haben erst einmal Kehl vor der Brust. Dann können wir uns selbst und auch den Zuschauern zeigen, dass wir als Mannschaft seit dem Sommer einiges dazu gelernt haben und gegen die Mannschaften punkten, gegen die wir in der Vorrunde nicht punkten konnten.



SDP: Blick zur Tabellenspitze, FFC oder Rielasingen, wer wird das Titelrennen machen? Oder hast Du noch ein anderes Team auf dem Zettel?


MW: Für mich persönlich war Rielasingen die bisher spielstärkste Mannschaft in der diesjährigen Verbandsligasaison. Sieben Punkte sind aber ein sattes Polster. Diesen Punktabstand aufzuholen wird sehr schwer, besonders da der FFC sehr konstant auftritt. Eine Prognose wage ich mich daher nicht abzugeben.
Lassen wir uns überraschen. Die Runde ist noch lang.








Dein Tipp für den kommenden Spieltag:

Sa - 10.11. 14:00 FC Auggen FC Waldkirch 2:0

Sa - 10.11. 14:30 SC Lahr FC Denzlingen 1:1

Sa - 10.11. 14:30 SV Endingen Kehler FV 3:1

Sa - 10.11. 14:30 SV 08 Kuppenheim Freiburger FC 1:4

So - 11.11. 14:00 FSV RW Stegen TuS Oppenau 2:1

So - 11.11. 14:30 1. FC Rielasingen-Arlen Offenburger FV 3:1

So - 11.11. 14:30 FV Lörrach-Brombach FC Radolfzell 1:2

So - 11.11. 14:30 1. SV Mörsch SC Pfullendorf 0:1

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