09.12.2018

KL A Frauen: Binta Schmidt von der SG Breisgau-Nord ist derzeit verletzt

Nachgefragt: "Wir wollen das Beste aus uns herausholen."

Binta Schmidt, hier im blauen Trikot verletzte sich beim zweiten Saisonspiel (Archivbild SDP)

Die 22-jährige Binta Schmidt zieht schon in der dritten Saison die Mittelfeld-Fäden im Team der SG Breisgau-Nord. Die Frauenmannschaft setzt sich zusammen aus den Vereinen FV Herbolzheim, SV Kenzingen, SG Nordweil-Wagenstadt und dem SV Hecklingen.

Lesen Sie unsere Kurzinterview mit Binta Schmidt.

"Ob ich in der Rückrunde wieder auf dem Platz stehe, ist noch unklar, die Ärzte sind optimistisch."

Volker Kirn durfte die SG Breisgau-Frauen bei deren Weihnachtsfeier besuchen (Bild: privat)

Trainiert wird das Team von Bernd Schnabl und Pascal Trotter. Im vergangenen Jahr scheiterte die SG nur knapp in den Relegationsspielen zum Aufstieg an der SG Sexau/Buchholz. Zu allem Übel hat sich Binta Schmidt am zweiten Spieltag bei einem Zusammenprall mit Lena Grießler (Torhüterin bei Au-Wittnau) das Schienbein gebrochen. Die 22-jährige Studentin ist dennoch frohen Mutes und feuert ihr Team von der Seitenlinie aus an.

SDP: Binta, zu allererst einmal die wichtigste Frage, wie geht es Dir nach Deinem Beinbruch?

Binta Schmidt: Mir geht es gut, meine Genesung verlief bislang planmäßig. Ich hatte eine Operation und nun habe ich eine Platte drinnen, welche mich in einem Jahr wieder verlässt. Für mich war es eine sehr herausfordernde Zeit, welche mit vielen Höhen und Tiefen verbunden war. Aber mein Team sowie meine Freunde und Familie waren mir tolle Wegbeleiter.

SDP: Ein ereignisreiches Jahr, vor allen Dingen im sportlichen Bereich geht zu Ende. Was bleibt für Dich in bester Erinnerung?

Binta Schmidt: Die beste Erinnerung ist ganz klar der Erfolg, welchen wir in der gesamten Runde mit dem zweiten Platz der Kreisliga A erreicht haben. Die Krönung war die Qualifikation für die beiden Relegationsspiele, in welchen ich uns noch nie so stark und motiviert erlebt habe. Das Hinspiel in Sexau war der Höhepunkt in meiner gesamten Laufbahn.

SDP: Das Relegationsspiel in Sexau habt ihr 4:2 gewonnen. Für viele Zuschauer, auch für uns von Südbadens Doppelpass, war es ein tolles Fußballspiel. Es war technisch von beiden Teams auf sehr hohem Niveau und eine tolle Werbung für den Frauenfußball. Das Rückspiel in Herbolzheim ging nach Elfmeterschießen für Euch leider verloren. Erklärt sich dadurch auch der schlechte Saisonstart nach der Sommerpause?

Binta Schmidt: Das verlorene Elfmeterschießen war für uns sehr schwer zu verkraften und die Enttäuschung saß tief. In den ersten Punktspielen nach der Sommerpause konnten wir nicht zeigen, was in uns steckt. Durch einige Veränderungen im Team mussten wir uns umgewöhnen, was uns den einen oder andern Punkt gekostet hat. Doch unseren Ehrgeiz haben wir nicht verloren, wir sind motiviert und bereit, an dem Erfolg der letzten Saison anzuknüpfen.

SDP: In der Liga gehen Buchenbach und Neuenburg weit voran. Machen die beiden Teams den Meister unter sich aus?


Binta Schmidt: Die beiden Mannschaften sind sehr stark, dennoch denke ich, dass sich das Blatt noch wenden kann. Unsere Liga ist wie so oft vom Niveau her ganz nah beieinander und immer für Überraschungen gut. Und auch wir sind immer für Überraschungen gut :)

SDP: Die SG Breisgau-Nord greift dann wieder in der nächsten Saison neu an?

Binta Schmidt: Wir greifen zu jeder Zeit an, unsere oberstes Ziel ist es, stets das Beste aus uns herauszuholen und das zu zeigen, wofür wir hart trainieren. Wenn es dieses Jahr nicht reicht, dann nächstes, klar.

SDP: Im Pokal habt ihr überraschend den Bezirksligisten und letztjährigen Finalisten, die SG Hausen, rausgeschmissen. Die nächste Runde im Poakl ist Anfang März, dann wieder mit Binta Schmidt im Trikot?


Binta Schmidt: Ja, das Pokalspiel war wieder ein toller Beweis um zu zeigen, dass man uns nicht unterschätzen darf und wir jedem Gegner versuchen, die Stirn zu bieten, hier mit Erfolg. Ob ich in der Rückrunde wieder auf dem Platz stehe, ist noch unklar, die Ärzte sind optimistisch und für mich geht es auch nicht ohne mein Team. Von daher bitte alle die Daumen drücken, das ich schnell wieder fit werde :)

Kommentieren