Revanche geglückt!
„In der Schlussphase konnte es sich Trainer Klausmann sogar noch leisten, […] auch noch Torhüter Skyngyl Pllavci als Feldspieler einzuwechseln. Es konnte ja nichts schief gehen, an diesem Tag gelang einfach alles.“. Als dieser Textauszug aus dem Haslacher Spielbericht zum Vorspiel vor der Partie in der Ruster Kabine verlesen wurde, brauchte es bei keinem Spieler weitere Motivation. Die Startelf vom Heimerfolg gegen Zell ging also hochmotiviert in die Begegnung und zeigte von Beginn an, dass man etwas gut zu machen hatte. Die Gäste zogen das gewohnte Kurzpassspiel auf dem großen Kunstrasenplatz auf und erspielten sich direkt gute Chancen. Fischer und Grüninger vergaben jedoch aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten. Wenig später setzte sich Tobias Hefter nach einem langen Ball stark auf der linken Außenbahn durch, drang in den Strafraum ein und wurde dort von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter lies in dieser Situation jedoch weiterspielen. Nach 35 Minuten gab es dann aber den fälligen Elfmeter. Yves Hauser wurde mit einem Steilpass in den Sechzehner geschickt und dann von hinten gefoult. Marc Stubert platzierte den Ball im rechten oberen Toreck und lies Torhüter Schmieder keine Chance. Der Gastgeber hatte zu keiner Zeit richtigen Zugriff auf das Spiel und konnte auch keine nennenswerten Torchancen für sich verzeichnen. Kurz vor der Halbzeitpause schwächte ein Haslacher Akteur noch seine Mannschaft, als er wegen einer Beleidigung die Ampelkarte sah. Mit dem Vorsatz in der zweiten Halbzeit den Sack zu zumachen kehrte der SV Rust zurück auf das Spielfeld und setzte diesen auch direkt in die Tat um. Marco Schneider hob den Ball über den Haslacher Torwart hinweg in die Maschen, nachdem er vom überragenden Marc Stubert glänzend in Szene gesetzt wurde. Bei einem stark vorgetragenen Angriff über mehrere Stationen musste Carsten Fischer den Ball nur noch über die Linie drücken und erhöhte damit nur zehn Minuten später auf 0:3. Fortan spielte nur noch der SV Rust. Man kontrollierte Ball und Gegner, die Hansjakobstädter liefen nur noch hinterher. Bezeichnend dafür war der einzige Torabschluss des Gastgebers aus ungefähr 30 Metern, der Gäste Torhüter Kassel aber vor keine Probleme stellte. Der SV Rust nahm das Tempo aus der Partie und lies den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. In der Schlussphase wechselte Spielertrainer Grüninger nicht den Ersatztorwart ein, dafür erhöhte Fischer mit seinem zweiten Treffer und auch Philipp Büchner trug sich nach einem feinen Pass von Stubert in die Torschützenliste ein. Damit war die Revanche, die man sich vorgenommen hatte, geglückt. Mit etwas mehr Zielstrebigkeit und einer besseren Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit hätte das Ergebnis durchaus noch um das eine oder andere Tor höher ausfallen können. Dieses Spiel war ein gelungener Abschluss eines fantastischen Jahres 2014 für den SV Rust. Nun überwintert man auf einem guten achten Tabellenplatz und kann sich ruhigen Gewissens in die Winterpause verabschieden, um neue Kräfte für das anstehende Jahr zu sammeln.
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