Teammanagerbericht: SC March

Autor: Felix Tritsch

13.11.2018

Desolater 1.Durchgang. March unterliegt Gottenheim mit 3:5 !!!

Bezirksliga Freiburg | Teammanagerbericht SC March

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Am 15. Spieltag der Bezirksliga Freiburg kam es zum Derby zwischen dem SC March und dem SV Gottenheim. Die zahlreichen Besucher des Waldstadions wurden Zeugen einer katastrophalen ersten Hälfte der Hausherren. Spätestens nach 40. Spielminuten und mit dem Halbzeitergebnis von 1:4 war die Partie bereits zu Gunsten der Gäste gelaufen. Im zweiten Durchgang verkauften sich die Hausherren zwar deutlich besser, die Niederlage konnte jedoch nicht mehr verhindert werden.
Im Vergleich zum guten Auftritt in Bad Krozingen veränderte SCM Coach Jund die Startaufstellung lediglich auf einer Position. Für den gesundheitlich etwas angeschlagenen D. Störr rückte V. Przibylla in die Startformation.
March wird kalt erwischt! Guiman findet zunächst die Antwort.
Die Begegnung startete denkbar schlecht für die Marcher. Bereits in der 2. Spielminute unterlief den Hausherren im Mittelfeld ein folgenschwerer Fehlpass. Über vier Stationen spielten die Gäste aus Gottenheim direkt in die Spitze und vollendeten zur frühen Führung durch M. Forster.​
Die Marcher schüttelten sich jedoch schnell vom frühen Rückschlag und antworteten prompt mit dem Ausgleich. George Guiman schnappte sich einen Freistoß nahe der Sechzehner Grenze und schlenzte das Leder über die Mauer hinweg in das gegnerische Gehäuse. 1:1. Wer nun dachte der Ausgleich würde die Begegnung beruhigen, der sah sich direkt getäuscht. Wenige Augenblicke nach dem Marcher Treffer antwortete der SV Gottenheim direkt auf der anderen Seite. Nach einem Eckball war von einer Abstimmung seitens der Marcher nichts zu sehen, so dass Y. Berger aus kurzer Distanz zum 1:2 einnicken konnte. Wie bereits in Bad Krozingen kassiert der SC March kurz nach eigenem Tor ein Gegentreffer.
SV Gottenheim giftiger, March von der Rolle.
Im Anschluss waren die Hausherren sichtlich bemüht das eigene Spiel dem Gegner aufzudrücken. Die Gottenheimer agierten nach der Führung aus einer kompakten Defensive und machten den Hausherren das Leben damit schwer. Der SCM schaffte es nicht die Großzahl der Zweikämpfe für sich zu entscheiden, so dass die Gottenheimer immer wieder selbst Nadelstiche setzen konnten. Nach einer halben Stunde schafften es die Marcher dann sich in den gegnerischen Strafraum zu kombinieren. C. Schopp kam dabei zu Fall, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Vermutlich ein „Muss“-Elfmeter, wobei diese Situation keinesfalls als Ausrede für den ersten Durchgang der Hausherren zählen kann.
Zwischen der 35. Und 40. Spielminute entschieden die Gäste das Spiel für sich. Zunächst schafften es die Hausherren nicht den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, so dass wiederum Y. Berger auf 1:3 erhöhen konnte. Nur drei Minuten später legten die Gottenheimer nach. Schmidt erhöhte nach Stählin Vorlage auf 1:4. Die Frage nach Ordnung und Orientierung muss sich aus Marcher Sicht gestellt werden, wenn die Anzahl der eigenen Spieler im Sechzehner, dem der gegnerischen Mannschaft um eine Vielzahl höher ist. Mit 1:4 verabschiedeten sich die beiden Mannschaften dann in die Halbzeitpause.
March bemüht, Gottenheim bleibt ruhig.
Im zweiten Durchgang ging es für die Hausherren um die berühmte Charakterfrage. Würden sich die Mannen um Max Jund dem eigenen Schicksal ergeben oder würde es geschafft werden ein anderes Gesicht zu zeigen.​
Die Frage lässt sich zweifelsohne mit der letzteren Annahme beantworten.​
Obwohl nicht eine Großzahl an besten Tormöglichkeiten zu beobachten war, zeigten die Hausherren ein deutlich stabileres Bild im Gegensatz zum ersten Durchgang. In der 72. Spielminute verkürzte der eingewechselte Spielertrainer M. Jund zum 2:4. Einen scharfen Freistoß von G. Guiman nickte dieser aus kurzer Distanz in das gegnerische Gehäuse. Nur zehn Minuten später zeigten die Gottenheimer sich von brutaler Effektivität. Nach einer verunglückten Abwehraktion hatte M. Schmidt freie Bahn. Nach überlegtem Querpass im Strafraum hatte K. Hauenstein leichtes Spiel und vollendete zum 5:2.​
Die Marcher bewiesen zwar Moral und verkürzten durch Treffer von G. Guiman auf 3:5, zu mehr sollte es an diesem gebrauchten Tag jedoch nicht mehr reichen.
Ein katastrophaler erster Durchgang des SC March, weiß der SV Gottenheim für sich zu Nutzen und gewinnt das Derby verdient mit 5:3. Ein derartiger Auftritt in den ersten 45. Spielminuten lässt wird sich nur schwer erklären. Jedem einzelnen Spieler sollte nun spätestens klar sein, dass die Verantwortung nicht mehr weitergeschoben werden kann.​
Die Partien gegen Wasser und Bad Krozingen haben gezeigt, wie es gehen kann, doch gerade in komplizierten Phasen, gilt es den Kopf hochzunehmen. Bereits am Sonntag haben die Marcher dann die Chance auf Wiedergutmachung. Zu Gast im Waldstadion ist dann die Mannschaft der SG Prechtal/Oberprechtal.

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