Teammanagerbericht: SC March

Autor: Felix Tritsch

17.09.2020

March verliert gegen Emmendingen mit 2:5!

Bezirksliga Freiburg | Teammanagerbericht SC March

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Nach ein paar kühleren Tagen empfing der SC March am vergangenen Sonntag den Favoriten vom FC Emmendingen bei bestem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen auf seinem holprigen Rasenplatz im Waldstadion Neuershausen.
Zu Beginn der Partie wussten die Gäste aus Emmendingen mit frühem Pressing zu überzeugen. So gelang es den Marchern in den ersten 10 Minuten kaum, sich spielerisch zu befreien und ihr Spiel durchzusetzen.
Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten fanden die Hausherren dann besser ins Spiel und konnten so mehr Spielanteile an sich reißen. So kamen sie auch zu einer ersten Chance von Spielertrainer Fabian Spiegler, der nach einem Steckpass auf der linken Seite durchbrechen und in Richtung Tor ziehen konnte. Den Abschluss aus spitzem Winkel wusste der emmendinger Torwart allerdings zu entschärfen.
Nach einer viertel Stunde überraschte dann George Guiman die Emmendinger nach einem Ballgewinn an der Mittellinie mit einem perfekt getroffenen Distanzschuss aus ca. 40 Metern.
Der Ball wurde immer länger und schlug unter dem Querbalken in das Tor ein. Der hoch stehende Keeper hatte keine Chance mehr.
Kurz nach seinem Erfolg musste Guiman jedoch auf Grund von Unwohlsein ausgewechselt werden, für ihn kam Nico Berger ins Spiel.
Die Antwort der Emmendinger auf die Marcher Führung ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Keine zehn Minuten nach der Führung gelang es ihnen, das Marcher Aufbauspiel
früh zu unterbinden. Baumer bekam den Ball im Zentrum und schickte den schnellen Radovanovic über halbrechts hinter die Abwehr, dieser legte sich den Ball einmal vor und schloss souverän aus halbrechter Position im 16er ins linke untere Eck zum 1:1 Ausgleich ab.
Nach der anschließenden Trinkpause folgte ein ausgeglichener zweiter Teil der ersten Halbzeit ohne hochkarätige Torchancen, in der die Marcher allerdings einen Tick mehr Torgefahr ausstrahlten. Brenzlig wurde es lediglich noch kurz vor dem Pausenpfiff als L. Friedrich über die linke Seite in den Strafraum ziehen konnte und dort unsanft von den Beinen geholt wurde, was allerdings vom Schiedsrichter ungeahndet blieb. Unklar bleibt, ob der Ball bereits vor der strittigen Aktion im Toraus war.
Nach der Pause gab es bei den Marchern eine Änderung. Der eingewechselte Berger musste mit Kreislauf-Problemen draußen bleiben, für ihn kam Julian Glück.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete, ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft Vorteile erspielen konnte.
Das Unentschieden hielt dann bis zur 53. Minute an. Nach einem Eckball konnten die Marcher den Ball nicht aus dem eigenen 16er klären, was von T. Baumer eiskalt ausgenutzt wurde. Dieser schaltete im Getümmel am schnellsten und traf aus ca. fünf Metern zur Führung für den FCE.
Die Marcher versuchten weiterhin durch einen kontrollierte Spielaufbau zum Erfolg zu kommen, was in der 57. Minute durch den frühen Druck der Emmendinger bestraft wurde. Aus großer Not konnte der Marcher Keeper M. Zäh nur noch unzureichend klären. Dieser Befreiungsversuch konnte von T. Baumer abgefangen werden, woraufhin dieser in der Mitte Radovanovic bediente, der die Führung mühelos aus wenigen Metern auf 1:3 ausbauen konnte.
Die Marcher hielten dennoch an ihrem Konzept fest und wurden dafür nur weitere fünf Minuten später auch belohnt.
Aus einem unterbundenen emmendinger Angriff resultierte ein Einwurf für die Marcher im emmendinger Halbfeld. Dieser fand L. Friedrich an der Grundlinie, der sich gegen zwei Gegenspieler behaupten und in die Mitte zu F. Metu ablegen konnte. Metu zog mit dem Ball in die Mitte des Strafraums und schoss aus knapp 10 Metern wuchtig durch die Beine eines Verteidigers und des Torhüters zum Anschlusstreffer ein.
Die Marcher hatten nun mehr Aufwind und konnten sich wieder mehr Spielanteil zurück erobern. Es gab sogar die Chance zum Ausgleich. Nach einer Ecke von rechts scheiterte F. Spiegler mit seinem Kopfball an der Latte.
Wenige Minuten später klingelte es jedoch auf Marcher Seite erneut. Nach einem Standard konnte die Marcher Abwehr den Ball zunächst in den eigenen Reihen wahren. Nach einem fahrlässigen Ballverlust an der eigenen Strafraumkante konnte Grießbaum jedoch auf 2:4 erhöhen.

Nach diesem bitteren Tor schafften es die Marcher nicht mehr, sich aufzuraffen. Die Emmendinger kontrollierten nun das Spiel.
Zuletzt nahm sich der zuvor eingewechselte Kemmet noch einen Moment und setzte sich nach einem Konter über rechts, letztlich mit etwas Glück, durch und erhöhte mit einem souveränen Abschluss flach unten links in der Schlussminute auf 2:5.
Fazit:
Stellenweise, besonders in der ersten Hälfte hatte March gezeigt, dass Sie mit dem Favoriten aus Emmendingen mit deutlichen Spielanteilen mithalten konnten. Die Marcher Fehler im eigenen Aufbauspiel nutzte der ehemalige Landesligist jedoch konsequent aus und übernahm somit nach und nach mehr Kontrolle über das Spiel. Das Ergebnis entspricht in dieser Höhe nicht ganz dem Spielverlauf, der Sieg der Emmendinger geht unter dem Strich allerdings in Ordnung. Mit etwas mehr Glück wäre für die Marcher ein Unentschieden möglich gewesen, wofür fünf Gegentore jedoch klar zu viel sind. Wer die Tore macht, hat den Sieg am Ende verdient!

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